215 Mikropfähle als Gründung der Schwimmbecken einschließlich Technikgebäude im Freibad Norden-Norddeich
/ Spezialtiefbau
Mehr als 10 Jahre lang war das Freibad am Strand des Nordseeheilbads Norden-Norddeich geschlossen. Im April 2025 erfolgte endlich der offizielle Startschuss für den langersehnten Neubau an gleicher Stelle. Damit die Becken und das neue Technikgebäude im wenig tragfähigen Boden des Deichvorlands nicht absacken, werden sie vom PORR Spezialtiefbau Region Nord mit Mikropfählen gesichert.
Das Freibad in Norden-Norddeich grenzt unmittelbar an das Weltnaturerbe Wattenmeer und bietet Badespaß unabhängig von Ebbe und Flut. Herzstück der neuen Anlage wird eine muschelförmige Badeplatte mit einem 25-Meter-Schwimmerbecken sowie einem separaten Nichtschwimmerbecken mit Wassergewöhnungstreppe, Schaukelbucht und Wasserpilz. Die Kleinsten erwartet ein eigenes Becken mit verschiedenen Wasserspielen und einem schützenden Sonnensegel. Besonders umweltfreundlich: Das Freibad wird mit Nordseewasser betrieben, das über Sonnenkollektoren klimaneutral erwärmt wird.
Mikropfähle müssen gewaltige Lasten in den Sandboden abtragen
Der Baugrund besteht aus Klei, Torf und Wechsellagerungen, bevor bei etwa -15 m NHN die tragfähigen Sande beginnen. Daher werden die Bauwerke mit 215 GEWI® Vollstab-Mikropfählen mit Durchmessern von 40 und 50 Millimetern und Längen von bis zu 25 Metern tiefgegründet. Fast 720 Tonnen wiegt allein das Wasser im Schwimmerbecken, daher hat die Qualität der Pfähle oberste Priorität. Vor Beginn der eigentlichen Bohrarbeiten wurden mehrere Probepfähle hergestellt, um die Tragfähigkeit mithilfe von Probebelastungen zu überprüfen.
Die Spezialtiefbau-Teams der PORR punkten nicht nur mit langjähriger Erfahrung, sondern sind auch für die unterschiedlichsten Bodenarten ausgerüstet, so dass stets das optimale Verfahren eingesetzt werden kann. Der PORR Spezialtiefbau verfügt über eigene allgemeine Bauartgenehmigungen des Deutschen Instituts für Bautechnik für die Herstellung von Mikropfählen nach DIN EN 14199. „Die Mikropfähle werden in unserem eigenen Werk in Colbitz hergestellt und durchlaufen einen strengen Qualitätssicherungsprozess. Von der Produktion bis zum Einbau setzen wir auf höchste Standards, um auch bei schwierigen Bodenverhältnissen die Stabilität der Bauwerke zu gewährleisten“, erklärt PORR Regionalleiter Nord, Markus Wenke.