Aushub der Baugrube für die SuedLink-Elbquerung ElbX hat begonnen
/ Spezialtiefbau / Presseinformation
Nachdem im Projekt ElbX die Schlitzwände für die Startbaugrube auf der schleswig-holsteinischen Seite der Elbe bei Wewelsfleth termingerecht fertiggestellt waren, wurde im April 2024 die erste Steifenlage aus Stahlträgern eingebaut. Der Nassaushub von rund 25.000 m³ Marschboden hat begonnen und das Projekt liegt voll im Zeitplan. Damit die Öffentlichkeit einen Blick auf die Bauarbeiten werfen kann, wurde vom Vorhabenträger TenneT ein Besucherzentrum eröffnet.
<p>Im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers TenneT TSO hat die PORR die Gesamtverantwortung für das Projekt ElbX. </p>
Im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers TenneT TSO hat die PORR die Gesamtverantwortung für das Projekt ElbX. Mit rund 5,2 Kilometern Länge und 4 Metern Innendurchmesser wird ein Tunnel im Tübbingausbau errichtet, um das Erdkabel der Windstromleitung SuedLink zwischen dem schleswig-holsteinischen Wewelsfleth und dem niedersächsischen Wischhafen unter der Elbe zu führen. Als Verbindungsbauwerk zwischen der SuedLink-Leitung und dem Tunnel wird auf jeder Elbseite vom Hauptdeich aus ein etwa 84 Meter langes, 17 Meter breites, 24 Meter tiefes und 8 Meter hohes, hochwassersicheres Schachtgebäude errichtet. Im dazugehörigem, ebenfalls unterirdischen Muffenbauwerk werden die Kabel staubgeschützt verbunden.
Hohe Umweltschutzauflagen an den Spezialtiefbau
Die kombinierte Startbaugrube für Tunnelvortrieb und unterirdische Gebäude ist rund 1500 m² groß, die Zielbaugrube auf der niedersächsischen Seite rund 1350 m². Die Tiefe liegt jeweils bei ca. 25 m. Aufgrund des hoch anstehenden Grundwassers müssen die Baugruben mit bis zu 54 Meter tiefen Schlitzwänden wasserdicht ausgeführt sein. „Aufgrund hoher Umweltauflagen im Bereich der Deichkronen konnten wir keine Druckleitung verlegen, um den Wasserspiegel in der Baugrube konstant zu halten. Wir müssen daher engmaschig kontrollieren, ob die Gefahr eines Baugrundbruchs besteht. Auch vereinzelt auftretende Verunreinigungen durch Baugeräte müssen zwingend entfernt werden“, erklärt PORR Projektleiter Ronny Iffländer.
Beim Nassaushub sowie der Herstellung der Unterwasserbetonsohle, die die Baugrube nach unten gegen das Grundwasser abdichten soll, wird das Baustellenteam von Spezialtauchern unterstützt. Sie kontrollieren die Arbeitsfortschritte, entfernen Suspensionsreste und Schlamm und bereiten den Untergrund der Baugrube für die Herstellung der Unterwasserbetonsohle vor.