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Spezialtiefbau

DSV-Unterfangung fĂŒr Frankfurter Leonhardskirche

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Seit 2011 wird der Innenraum der kulturhistorisch bedeutenden Kirche umfassend saniert. Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts stellte die DĂŒsseldorfer Niederlassung des PORR Spezialtiefbau West die Unterfangung der nicht im tragfĂ€higen Baugrund stehenden Außenwand des NordflĂŒgels her.

Bild zeigt die Leonhardkirche in der Frankfurter Altstadt von außen
© PORR
<p>Die am Mainkai gelegene Leonhardskirche ist der Àlteste erhaltene Kirchenbau in der Frankfurter Altstadt</p>

Unterfangungsarbeiten erforderten große Sorgfalt

Die am Mainkai gelegene Leonhardskirche ist der Ă€lteste erhaltene Kirchenbau in der Frankfurter Altstadt. Sie wurde im Jahr 1219 als spĂ€tromanische Basilika errichtet und bis in die 1520er Jahre hinein gotisch umgebaut. Zwischen 2011 und 2019 waren das fĂŒnfschiffige Hauptschiff und der Hochchor umfassend renoviert und saniert worden. Im Zuge dessen wurde der Boden fast drei Meter tief ausgehoben, um ihn auf das ursprĂŒngliche Niveau abzusenken. Zahlreiche historisch bedeutsame Funde wie Grundmauerreste der romanischen VorgĂ€ngerkirche und eine Figurengruppe aus der SpĂ€tgotik kamen wĂ€hrend der Ausgrabungen zu Tage.

Die Innensanierung der nördlichen Vorhalle folgte ab FrĂŒhjahr 2024. Zuvor mussten die 90 cm dicken, tragenden Außenmauern teilweise statisch ertĂŒchtigt werden. Dabei war die ganze Erfahrung des Spezialtiefbau-Teams gefordert. Zum einen durften die SĂ€ulen die natĂŒrliche Grundwasserströmung nicht stören, zum anderen musste auf mögliche archĂ€ologische Funde geachtet werden. 

Setzungstoleranz an der Grenze des technisch Machbaren

FĂŒr die Unterfangung stellte der PORR Spezialtiefbau im Innen- und Außenbereich des NordflĂŒgels ca. 70 SĂ€ulen im DĂŒsenstrahlverfahren her. Die Bohrtiefen variierten zwischen 4,2 und 5,6 Metern, die DĂŒslĂ€ngen zwischen 2,6 und 5,2 Metern und die Durchmesser zwischen 1 und 1,4 Metern. Im Inneren mussten die Arbeiten unter sehr beengten PlatzverhĂ€ltnissen durchgefĂŒhrt werden. Die niedrigste Raumhöhe betrĂ€gt lediglich 2,5 Meter, daher kam hier ein Ă€ußerst kompaktes BohrgerĂ€t zum Einsatz.

„Die vorgegebene Setzungstoleranz von 2 Millimetern liegt bei so einem setzungsempfindlichen GebĂ€ude an der Grenze des technisch Machbaren, daher haben wir die Unterfangungsarbeiten mit einer ganzen Reihe an qualitĂ€tssichernden Maßnahmen begleitet“, erklĂ€rt Projektleiter Martin Block. So wurden zu Beginn zwei ProbesĂ€ulen hergestellt und zur Setzungsmessung kam ein hochgenaues Schlauchwaagen-Messsystem zum Einsatz, das Bewegungen von 0,1 Millimetern anzeigen kann. „An so einem historisch bedeutenden und herausfordernden Projekt mitzuarbeiten, ist immer etwas ganz Besonderes. Den Dank des Auftraggebers fĂŒr die gute Zusammenarbeit und das einwandfreie Ergebnis hat sich unser Team voll und ganz verdient.“

FĂŒr RĂŒckfragen kontaktieren Sie bitte:

Sarah Render

Unternehmenskommunikation / Deutschland
+49 89 71001-475
presse@porr.de