Fahrbahnsanierung der L 334 bei Letschin
/ Verkehrswegebau
Die Niederlassung Eisenhüttenstadt des PORR Verkehrswegebau saniert im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg unter Vollsperrung einen sieben Kilometer langen Teilabschnitt der Landesstraße 334 bei Letschin. Das Bauende ist für Oktober 2025 geplant. Unterstützung liefern die PORR-Tochter CMG Gesellschaft für Baulogistik sowie das hauseigene Baustofflabor.
Vorhandene Materialien werden aufbereitet und wiederverwendet
Im Oderbruch, einer Kulturlandschaft im östlichen Brandenburg an der polnischen Grenze, steht zwischen Februar und September 2025 die Sanierung eines rund sieben Kilometer Streckenabschnitts der Landesstraße 334 an. Vor den eigentlichen Straßenbauarbeiten erfolgte eine sorgfältige Kampfmittelsondierung. Das Oderbruch bildet auf der Kampfmittel-Belastungskarte Brandenburgs einen Schwerpunkt. Daher ist vor jeder Baumaßnahme eine Kampfmittelprüfung mit Beseitigung gefundener Munitionsreste vorgeschrieben.
Nach der Munitionsfreigabe werden seit März 2025 vom Knotenpunkt der Bundesstraße B 167 mit der L 334 bis zum Ortseingang Letschin auf einer Länge von 7,1 Kilometern die Asphaltdeckschicht und die Asphaltbinderschicht erneuert. Der 5,2 Kilometer lange Abschnitt von der Brücke über die Alte Oder bis zur Bahnstrecke vor Letschin wird im Hocheinbau erneuert. In diesem Abschnitt ist es notwendig, eine baubegleitende Munitionssuche durchzuführen, da neben der Kleinpflasterdecke auch die darunterliegende alte Packlage entfernt wird. Vor dem Aufbringen der neuen Asphaltbinder- und -deckschicht wird zusätzlich eine Schottertragschicht auf einer in-situ verbesserten Tragschicht eingebaut.
Die Herstellung der Tragschicht erfolgt in einem innovativen und ressourcenschonenden Prozess, der vorhandene Straßenbaumaterialien effektiv nutzt und aufbereitet. Dabei wird die bereits existierende ungebundene Tragschicht zunächst homogenisiert, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erreichen. In diesen homogenisierten Untergrund wird die auf rund 31.000 Quadratmetern vor Ort ausgebaute und gebrochene Kleinpflasterdecke wieder integriert. Das Resultat ist eine verbesserte Tragschicht, die die Vorteile beider Materialien kombiniert.