Hochbau gewinnt an Dynamik
/ Hochbau
PORR: Wachstumspotenzial Revitalisierung
<p>Visualisierung LUX 121</p>
MĂŒnchen, 03. Juli 2025 â Die Revitalisierung von GebĂ€uden erlebt nicht nur durch die sinkenden Zinsen einen neuen Aufschwung. Eine aktuelle Analyse des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag des Bundesinstituts fĂŒr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt, dass sowohl im Wohnungsbau als auch im Nichtwohnungsbau die Nachfrage nach MaĂnahmen an BestandsgebĂ€uden.
Die Bauindustrie revitalisiert bestehende GebĂ€ude und Infrastrukturen durch umfassende Sanierungs- und ModernisierungsmaĂnahmen. Ziel ist es, deren Nutzungswert zu erhöhen, die Lebensdauer zu verlĂ€ngern und sie an heutige Standards und Anforderungen anzupassen. Dabei geht es um eine ganzheitliche Aufwertung, die technische, energetische und Ă€sthetische Aspekte berĂŒcksichtigt. Bei der Revitalisierung werden hĂ€ufig GebĂ€ude fĂŒr neue Zwecke nutzbar gemacht und die AttraktivitĂ€t urbaner RĂ€ume gesteigert. EUROCONSTRUCT, ein wichtiger Anbieter von Prognosen fĂŒr den europĂ€ischen Bausektor, sieht die Nachfrage nach Revitalisierungsprojekten in Deutschland weiterhin hoch, insbesondere angesichts steigender Baukosten und knapper werdender BauflĂ€chen. Die Revitalisierung wird als zentrale Strategie angesehen, um den bestehenden Wohn- und Gewerbebestand nachhaltig zu nutzen und an aktuelle Umweltstandards anzupassen.
MaĂgeschneiderte Lösungen der PORR
FĂŒr Bauherren und Investoren gibt es viele GrĂŒnde, sich gegen den Neubau und fĂŒr das Sanieren, Renovieren bzw. Revitalisieren bestehender Bauwerke zu entscheiden. Neben dem geringeren bĂŒrokratischen Aufwand sind auch die niedrigeren Kosten und kĂŒrzeren Bauzeiten entscheidende Vorteile. Bei Neubauprojekten hingegen schrecken hĂ€ufig der höhere Ressourcenverbrauch, die höheren Kosten und der damit verbundene erhöhte Finanzierungsbedarf sowie die oft lĂ€ngere Bauzeiten ab. Die PORR deckt alle Sparten des Bauens ab und bietet Kunden die Wahl zwischen Neubau und Revitalisierung.
Revitalisierung spart graue Energie: Projekt LUX 121 Köln
Ein aktuelles Beispiel fĂŒr eine umfassende Revitalisierung ist das Projekt LUX 121 in Köln. Die Revitalisierung zeigt, wie der Balanceakt zwischen Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, FunktionalitĂ€t und Ăsthetik gelingen kann. Der BĂŒrokomplex war 1978 und 1982 in zwei Bauabschnitten in Stahlbetonskelettbauweise errichtet worden. Bis 2018 waren dort das Jobcenter Köln und die Agentur fĂŒr Arbeit untergebracht. Nach der Sanierung wird er dem Justizzentrum als Standort dienen. Das Bauteil 1 besteht aus drei Segmenten mit 10 bzw. 15 Geschossen und ca. 26.781 mÂČ BGF sowie einem zweigeschossigen Sockel. Rund 40 Meter lang und bis 60 Meter hoch sind die im 45-Grad-Winkel zueinander angeordneten GebĂ€uderiegel, die mit den vier Segmenten des sechsgeschossigen Bauteils 2 ein Polygon um einen beruhigten Innenhof ergeben. Das Bauteil 3 wird durch einen vorgelagerten zweigeschossigen Pavillon gebildet.
Die EntwĂŒrfe der Architekten sehen eine vollstĂ€ndige Entkernung der GebĂ€ude sowie eine neue, bauphysikalisch optimierte Fassade vor. Ein neuer Aufzugskern sowie zusĂ€tzliche FluchttreppenhĂ€user verbessern Statik und Brandschutz und ermöglichen zukĂŒnftig eine flexible Innenaufteilung, da bisher tragende InnenwĂ€nde entfernt werden können. Das Objekt beweist, dass moderne und komfortable Arbeitswelten auch im Bestand geschaffen werden können. Im Vergleich zu einem Neubau werden erhebliche Ressourcen und Treibhausgasemissionen eingespart und der Charakter der Immobilie insgesamt aufgewertet.
Einladendes Erscheinungsbild mit Nutzungserweiterung: R+V Verwaltung, Dortmund
Ein weiteres Beispiel fĂŒr eine ressourcensparende Revitalisierung ist die Modernisierung des ursprĂŒnglich im Jahr 1959 im ersten Bauabschnitt errichtete VerwaltungsgebĂ€ude der Dortmunder R+V Lebensversicherung AG mit rund 71.000 mÂł Bruttorauminhalt in der Dortmunder FuĂgĂ€ngerzone. Neben dem Abbruch zweier bestehender TreppenhĂ€user und dem Neuaufbau eines reprĂ€sentativen Haupteingangs umfasst die MaĂnahme Entkernungs- sowie erweiterte Rohbauarbeiten. Das GebĂ€ude prĂ€gt die zentrale Cityachse in Dortmunds FuĂgĂ€ngerzone. Die Etagen im dreigeschossigen Sockel bieten jeweils 1.700 mÂČ EinzelhandelsflĂ€che. Aus dem westlichen GebĂ€udeteil erhebt sich ein fĂŒnfgeschossiger Turm mit Staffelgeschoss, der derzeit aufgrund des schwierigen Zugangs weitgehend ungenutzt ist. Da vor einigen Jahren eines der beiden TreppenhĂ€user zurĂŒckgebaut wurde, erreichte man den einzigen, gebĂ€udehohen Treppenaufgang nur ĂŒber einen 30 m langen Rettungstunnel.
Mit der Modernisierung und Entkernung der EinzelhandelsflĂ€chen sowie der ErschlieĂung des Turms entsteht ein attraktives GebĂ€udekonzept fĂŒr Einzelhandel, BĂŒro und PraxisflĂ€chen. Ein attraktiver Haupteingang mit einem ĂŒber alle Etagen fĂŒhrenden Treppenhaus mit Personenaufzug sowie eine einheitliche Fassadengestaltung geben dem GebĂ€ude ein einladendes Erscheinungsbild.
Fazit
Umfangreiche Sanierungen und Revitalisierungen erfordern ein besonders hohes MaĂ an Expertise, Erfahrung und FlexibilitĂ€t, um auftretende Herausforderungen zu bewĂ€ltigen. Revitalisierungsprojekte wie LUX 121 in Köln und die Modernisierung des R+V-GebĂ€udes in Dortmund verdeutlichen, dass durch umsichtige Planung und fachgerechte AusfĂŒhrung sowohl wirtschaftliche als auch ökologische und Ă€sthetische Ziele erreicht werden können. Diese Projekte bieten fĂŒr die Investoren erhebliche Vorteile, darunter die Einsparung von Ressourcen, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und die Anpassung bestehender GebĂ€ude an moderne Standards.