Innovativ und effizient: Digitale Fahrbahnsanierung auf der A3 setzt neue Maßstäbe
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Auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Hünxe und Emmerich wird derzeit eine Fahrbahnsanierung durchgeführt, die nicht nur durch ihren Umfang, sondern auch durch ihre innovative und digitale Bauweise beeindruckt. Im Auftrag der Autobahn GmbH führen das PORR Verkehrswegebau, das Tochterunternehmen G-S Straßenbau, Bunte und Eurovia als ARGE die umfangreichen Arbeiten aus. Die Sanierung wird auf einer Gesamtlänge von 39 Kilometern in fünf Bauabschnitten ausgeführt. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung und werden voraussichtlich im Herbst 2024 abgeschlossen sein.
Die Besonderheiten dieser Baustelle sind vielfältig. Neben der Bauweise mit Kompaktasphalt und dem unterstützenden Einsatz digitaler Hilfsmittel wie Smart Site One (SSO), flächendeckender Verdichtungskontrolle (FDVK) und Thermoscans ist vor allem die logistische Herausforderung hervorzuheben. So müssen nicht nur insgesamt 93.000 Tonnen Fräsgut abtransportiert, sondern auch die gleiche Menge an Mischgut angeliefert werden. Das anspruchsvolle Vorhaben erfordert eine perfekte Koordination von Mischanlagen und Speditionen.
Logistische Herausforderungen und effiziente Koordination
Der Einsatz von Kompaktasphalt ermöglicht den gleichzeitigen Einbau von zwei Asphaltschichten. Diese Bauweise verkürzt die Bauzeit und senkt die Gesamtkosten. Die eingesetzten Softwaretools wie SSO, FDVK und Thermoscans unterstützen die Planung, Ausführung und Dokumentation der Baustelle. Der Einsatz dieser Werkzeuge bietet erhebliche Vorteile: Sie ermöglichen die Asphaltplanung vor Baubeginn mittels SSO, die Verbesserung der Logistik und die Überwachsung des Materialflusses während des Einbaus. Zudem gewährleisten FDVK und Thermoscans eine präzise Kontrolle und Dokumentation der Einbauqualität. Für den Bauherrn bedeutet der Einsatz Termin- und Qualitätssicherheit auf allen Ebenen.
Zeitmanagement und Personal: Schlüsselkomponenten für die Sanierung
Trotz der technologischen Fortschritte, die die Arbeit erleichtern, steht das erfahrene Team aus Münster vor einigen Herausforderungen: Vor allem das enge Zeitfenster ist eine zwingende Vorgabe, um die Vollsperrung der Autobahn so kurz wie möglich zu halten. Die logistische Herausforderung der Transportkapazitäten für das Fräsgut und das Mischgut wird mit mehreren Mischanlagen und Speditionen bewältigt. Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Personalmanagement, das eine Vielzahl von Mitarbeitenden und ARGE-Partnern im Mehrschichtbetrieb erfordert. Bei allen Herausforderungen bleibt die zentrale Anforderungen des Kunden klar: In kurzer Zeit soll eine große Strecke Autobahn in bester Qualität gebaut werden.