Nachhaltiger Neubau: Umweltfreundliche Tiefgründung für Sporthalle in Berlin
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Für den Neubau einer Mehrfeldhalle mit Sportfunktionsgebäude auf dem Gelände der Grünauer Gemeinschaftsschule in Berlin stellte der PORR Spezialtiefbau im Auftrag des Bezirksamts Treptow-Köpenick die Tiefgründung mit Stahlrohrpfählen her. Der Auftrag wurde im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung gewonnen.
<p>Die Stahlrohre werden mittels Innenrohrrammung geräuscharm eingebracht.</p>
Neubau steht im Kontext zur umgebenden Natur
Das Gebäude entsteht auf rund 2.100 m² Grundfläche und gliedert sich in einen hohen Baukörper mit Holzdachkonstruktion sowie einen niedrigen, mit Klinkern verblendeten Baukörper für die Sportfunktionsräume. Das Grundstück ist von Waldflächen umgeben und grenzt an einer Seite an das Sportplatzgelände. Durch die Verwendung natürlicher Materialien und nachwachsender Rohstoffe wie Holz sowie ein begrüntes Retentionsdach mit Photovoltaik-Elementen stellt der Entwurf des Büros Renner Architekten einen Bezug zu dieser Umgebung her.
Schlanke Bohrpfähle sind zugleich wirtschaftlich und umweltfreundlich
Bis tragfähiger Boden erreicht wird, setzt sich der Baugrund aus einer zwei Meter dicken Auffüllungsschicht, weiteren zwei Metern Torfschicht sowie Sand zusammen. Daher war zur Lastabtragung eine Bohrpfahlgründung erforderlich. Zur Ausführung kamen 43 Stahlrohrpfähle mit zehn Metern Länge und 40 Zentimetern Durchmesser, die mittels Innenrohrrammung geräuscharm in den Boden eingetrieben wurden.
Der Stahlrohrpfahl ist ein Vollverdrängungspfahl und zählt zu den „Greenpile-Verfahren“ des PORR Spezialtiefbau. Er bringt diverse Vorteile mit sich. Der Stahl ist vollständig recyclebar, die schlanken Schaftdurchmesser sparen erhebliche Mengen an Beton ein und durch die vollständige Bodenverdrängung fällt kein Bohrgut an. Dieser effiziente Materialeinsatz und der Wegfall von Entsorgungsfahrten schonen Ressourcen und senken den CO2-Fußabdruck der Baustelle.