PORR Spezialtiefbau setzt Daueranker für das Pumpspeicherkraftwerk Forbach
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Auch für den PORR Spezialtiefbau ist es kein alltäglicher Auftrag, Daueranker ca. 650 Meter tief im Berg herzustellen. Trotz hohem Koordinationsaufwand mit dem parallellaufenden Tunnelbau sowie herausfordernden Platz- und Lärmbedingungen konnte das Team der Region Süd die Arbeiten in Forbach termingerecht und in der geforderten Ausführungsqualität abschließen.
<p>Einschubarbeiten der Litzenanker in der Kraftwerkskaverne. Vortriebsarbeiten im Hintergrund.</p>
Daueranker für die Lastabtragung des Kranbahnauflagers
Seit Herbst 2023 errichtet der PORR Tunnelbau im Auftrag der EnBW Energie Baden-Württemberg AG ein Kavernen- und Stollensystem für den Umbau des Rudolf-Fettweis-Werks Forbach zu einem Pumpspeicherkraftwerk. In der unterirdischen Kraftwerkskaverne wird eine Kranbahn installiert, die sowohl während der Bauzeit als auch später im Betrieb für den Materialtransport dient. Diese muss zur permanenten Lastabtragung im Gestein rückverankert werden. Hierfür stellte der PORR Spezialtiefbau 50 vierlitzige Daueranker mit doppeltem Korrosionsschutz und einer Verpresskörperlänge von 3 Metern bei einer Gesamtlänge von 18 Metern her. Sie wurden mit 27 Grad Steigung auf einer Ansatzhöhe von ca. 5,5 Metern unverrohrt in den Fels gebohrt.
Bohren mit Wassarahammer reduziert Staubbelastung und Verschleiß
Zum Einsatz kamen das speziell für steigendes Bohren angepasstes Bohrgerät Klemm 806 GS sowie ein Wassarahammer. Dieser hydraulische Bohrhammer verwendet Klarwasser statt Druckluft als Antriebsmedium. Zwar bringt das Verfahren einen höheren Aufwand bei der Wasserlogistik mit sich, dennoch überwiegen die Vorteile gegenüber Trockenbohrverfahren bei weitem. Zu einem ist die Emissionsbelastung sehr gering, da kein Staub entsteht, zum anderen kann effizienter gebohrt werden. Nicht zuletzt ist der Verschleiß des Bohrwerkzeugs durch die permanente Kühlung und das dauerhafte Spülen mit Wasser deutlich geringer. Um die Wasserzufuhr zu gewährleisten, gibt es zwei Frischwasserspeicher in der Kaverne, die permanent mit Wasser befüllt werden. Das Flusswasser wird über ein Absetzbecken in einen Vorratsbehälter gepumpt und vor dem Zuführen in das Bohrgerät gefiltert.
Benedikt Lohoff, Bauleiter des PORR Spezialtiefbau, ist zufrieden, wie das Team die Herausforderungen beim Arbeiten unter Tage bewältigt hat: „Der verfügbare Platz war extrem eingeschränkt und auch die Lärmbelastung war trotz Gehörschutz teilweise hoch. Darüber hinaus erforderte der wechselnde Fahrbetrieb der Großgeräte und Transportfahrzeuge stets die volle Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Dank der engen Abstimmung zwischen den Gewerken und einem ausgefeilten Arbeitssicherheitskonzept konnten wir die Arbeiten sicher und termingerecht fertigstellen.“