Präzision in 32 Stunden: Einbau der VFT-Träger markiert Fortschritt am Verkehrsknoten
Marzahn , / Ingenieurbau
Der Verkehrsknoten Marzahn, einer der zentralen Infrastrukturpunkte im Berliner Bezirk Marzahn, wird derzeit umfassend modernisiert. Das Großprojekt umfasst den Kreuzungsbereich der Landsberger Allee und der Märkischen Allee sowie die Fern- und S-Bahn-Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Im Auftrag des Landes Berlin – vertreten durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt – realisiert der Berliner Standort des PORR Ingenieurbaus gemeinsam mit der KEMNA BAU Ost GmbH & Co. KG die Neubauten an den Brückenknoten 2 und 3 dieses bedeutenden Verkehrsknotens. Ziel ist es, die Verkehrsinfrastruktur zukunftsfähig auszubauen und den steigenden Anforderungen an Mobilität und Klimaschutz gerecht zu werden.
Präzision in 32 Stunden
Die Ausführungsplanung begann im Januar 2025, der Baubeginn folgte im April. Geplant sind zwei neue Brücken – eine in Stahlverbund-, eine in Stahlbetonbauweise, darunter eine Überführung über bestehende Bahnanlagen. Ergänzend entstehen 13 Stützwände und vier Unterführungen. Weitere Maßnahmen umfassen den Rückbau einer Bestandsbrücke, rund 55.400 m³ Erdarbeiten, den Einbau von 1.877 m² Stahlspundwänden sowie 3.030 t Betonstahl. Zusätzlich werden 374 t Stahlkonstruktionen montiert. Das Leistungsspektrum reicht von Planung und Rückbau bis hin zu Stahlbetonbau, Abdichtungs- und Geländerarbeiten.
In den vergangenen Wochen wurden wichtige Meilensteine erreicht, die den Projektfortschritt deutlich sichtbar machen. So konnte am 25. November 2025 die Verkehrsumlegung an der Märkischen Allee erfolgreich abgeschlossen werden – ein essenzieller Schritt für die folgenden Bauphasen. Vorausgegangen war die Montage der Fertigteile für das Bauwerk 8n im Abschnitt A10–A20 am 11. und 12. November.
Nächster Meilenstein im März 2026
Am 26. November wurde das Baufeld für den Abschnitt A30 übergeben, wodurch ein weiterer zentraler Bereich für die kommenden Arbeiten freigegeben wurde. Die Sperrpause für das Bauwerk 9n vom 29. November bis 1. Dezember konnte termingerecht eingehalten werden. Innerhalb von 32 Stunden wurden dabei 17 VFT-Träger über die Gleisanlage auf die neuen Widerlager eingebaut. Diese eng koordinierten Arbeitsschritte verdeutlichen die komplexe Verzahnung des Bauablaufs.
Den nächsten großen Meilenstein hat das Team des PORR Ingenieurbau bereits fest im Blick: Im März 2026 ist die Montage der Fertigteile für das Bauwerk 8n im Abschnitt A20–A30 geplant. Diese Maßnahme wird das Projekt erneut entscheidend voranbringen und die Grundlage für die finalen Arbeiten schaffen.
Mit der vollständigen Fertigstellung wird die Verkehrsführung im Berliner Osten spürbar verbessert. Das Projekt entlastet den gesamten Bereich nachhaltig, optimiert die Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer und leistet einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region sowie zur Steigerung der Lebensqualität.