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PORR erhält Auftrag für Erneuerung des Horchheimer Tunnels in Koblenz

/ Tunnelbau / Presseinformation

100 Jahre alter Eisenbahntunnel wird saniert Koblenz, 04. November 2021 – „Glückauf“ heißt es im Horchheimer Tunnel in Koblenz: Im Juni 2021 erhielt die PORR im Rahmen einer ARGE mit der FELDHAUS Bergbau GmbH & Co. KG und der Heinz Schnorpfeil Bau GmbH den Auftrag von der DB Netz AG zur Sanierung des Horchheimer Eisenbahntunnels. Der Auftragsumfang umfasst die gesamte Tunnelerneuerung: Von den kompletten Rückbaumaßnahmen, dem Tunnelneubau, der Herstellung der Anlagen der Oberflächen- und Tiefenentwässerung, über die Kabeltiefbau- und -verlegearbeiten bis hin zur Wiederherstellung des Oberbaus und der Gleiskörper mit zugehörigem Tiefbau. Mitte August begannen die Bauarbeiten. Bis Ende Mai 2023 soll die Sanierung des Horchheimer Tunnels abgeschlossen sein.

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Der 1902 in Betrieb genommene Horchheimer Tunnel wird komplett erneuert (Mai 2016) © DB Netz AG

Im Jahr 1902 wurde der rund 582 m lange Horchheimer Tunnel in Betrieb genommen. Durch ihn führt die eingleisige Bahnstrecke zwischen dem Abzweig Koblenz Pfaffendorf und dem Abzweig Koblenz Horchheimer Brücke. Aufgrund von Umwelteinflüssen, wie Bergwasser, hat der Tunnel nach über 115 Jahren Betrieb das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht. Die Konsequenz: Es bedarf einer kompletten Erneuerung. In diesem Zuge erhält der Horchheimer Tunnel eine Betonsohle gegen drückendes Bergwasser. Dafür muss neben dem alten Mauerwerk bereichsweise auch Fels abgebrochen werden. Aufgrund der Überfirstung des Tunnels (Erweiterung des Raumes oberhalb der Tunneldecke) werden sowohl die beiden Portale als auch die Stützwand im Süden zurückgebaut und erneuert.

Umwelt und Naturschutz im Fokus

Ein besonderes Augenmerk legt der Auftraggeber bei der Realisierung des Projekts auf den Umwelt- und Naturschutz. Dort, wo aufgrund der geplanten Bauarbeiten Eingriffe in die Natur unvermeidbar sind, werden Kompensationsarbeiten durchgeführt. Frühzeitig fanden Vorkehrungen zum Schutz von Eidechsen statt. Weiterhin wurden Arbeiten zum Schutz von Fledermäusen vor Baubeginn umgesetzt. 

Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte:

Sarah Render

Unternehmenskommunikation / Deutschland
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