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Gründung

Eichstätt
Dienstleistungszentrum

Eichstätt, Deutschland / 01.2021 - 03.2021

Für den Neubau eines Dienstleistungszentrums der Martin Meier GmbH & Co. KG in Eichstätt führte PORR Spezialtiefbau die Gründungsarbeiten aus. Im Zeitraum Januar und Februar 2021 wurden insgesamt 190 Frankipfähle NG® mit einem Durchmesser von 61 cm hergestellt.

Die schneebedeckte Baustelle im Halbdunkeln. Der Boden ist ca. 2 Meter abgetragen. Ein beleuchtetes Baugerät steht am Rand der Baugrube. Drei Baustellenmitarbeiter befinden sich in unmittelbarer Nähe. Warnkegel sind über die Baugrube verteilt. Die Baugrube befindet sich auf einem freien Feld mit einigen Bäumen am Horizont und seitlich der Baugrube.
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Gründung

Bauzeit

01.2021 - 03.2021

Auftraggeber
Martin Meier GmbH & Co. KG, Eichstätt

190 Frankipfähle NG® für die Gründung eines neuen Dienstleistungszentrums

Tiefgründung unter wechselnden Baugrundverhältnissen

Der Baugrund auf dem Projektgelände war durch stark variierende Tiefen des anstehenden Kalk- und Mergelgesteins geprägt. Während einige Pfähle bereits nach rund vier Metern auf tragfähigem Fels gegründet werden konnten, wurde der Fels in anderen Bereichen des Baufelds nicht erreicht. Die Gründungslösung musste daher auf unterschiedliche Baugrundverhältnisse innerhalb des Projektareals abgestimmt werden.

Frankipfähle NG® für die Lastabtragung des Bauwerks

Für die Tiefgründung kamen Frankipfähle NG® zum Einsatz. Das Pfahlsystem wird bei Bauvorhaben verwendet, bei denen Lasten in tiefer liegende tragfähige Bodenschichten oder auf tragfähigen Fels abgetragen werden. Die Herstellung der Pfähle erfolgte entsprechend den jeweiligen Baugrundbedingungen des Standorts. Dadurch konnten die Gründungselemente an die unterschiedlichen geologischen Verhältnisse innerhalb des Baufelds angepasst werden.

Kiesvorverdichtung in Bereichen ohne tragfähigen Fels

In Bereichen, in denen kein tragfähiger Fels angetroffen wurde, erfolgte zunächst eine Baugrundverbesserung durch Kiesvorverdichtung. Hierzu wurde Kies bis in eine Tiefe von rund zehn Metern eingebracht und verdichtet. Anschließend wurden die Pfahlrohre wieder auf die vorgesehene Absetztiefe eingebracht und die Frankipfähle mit Pfahlfuß aus Trockenbeton hergestellt. Die Kiesvorverdichtung ergänzte das Gründungskonzept in den Bereichen mit weniger tragfähigem Untergrund.

Gründungsarbeiten im Umfeld bestehender Infrastruktur

Entlang des Baufelds verlief eine bestehende Asbestzementleitung. Vor der Herstellung der ersten Pfähle wurden daher Schwingungsmessungen durchgeführt, um die Auswirkungen der Arbeiten auf die benachbarte Leitung zu überwachen. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für die weitere Ausführung der Pfahlgründung im unmittelbaren Umfeld der bestehenden Infrastruktur.

Verdrängungspfähle für die Gründung des Dienstleistungszentrums

Bei den eingesetzten Frankipfählen NG® handelt es sich um Verdrängungspfähle. Das Verfahren erfolgt ohne Förderung des anstehenden Bodens während der Pfahlherstellung. Dadurch fallen im Zuge der Pfahlherstellung keine zusätzlichen Bodenmengen aus dem Herstellungsprozess an. Mit insgesamt 190 Frankipfählen NG® entstand die Grundlage für die Lastabtragung des neuen Dienstleistungszentrums in Eichstätt.

Grundlage für den Neubau

Die Pfahlgründung schuf die Voraussetzungen für die Errichtung des neuen Dienstleistungszentrums. Durch die Kombination aus Frankipfählen NG® und bereichsweiser Kiesvorverdichtung wurde die Gründung auf die geologischen Bedingungen des Standorts abgestimmt.