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Brückenbau

Osnabrück
Ersatzneubau der Dütebrücke

Osnabrück, Deutschland / 07.2016 - 03.2022

Zwischen dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück und der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen überspannt die Düte eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands. Im Zuge der Erneuerung der Bundesautobahn A1 wurde die bestehende Dütebrücke durch einen Neubau ersetzt. Über einen Zeitraum von fünfeinhalb Jahren entstand eine neue Brückenkonstruktion in Stahlverbundbauweise. Der PORR Ingenieurbau, Standort Düsseldorf, verantwortete die Ausführung des Ersatzneubaus. Der PORR Spezialtiefbau stellte die Pfahlgründung mit Ortbetonrammpfählen her, während der PORR Verkehrswegebau die Straßenbauarbeiten ausführte.

 

Bild zeigt die fertige Dütebrücke mit Verkehrsaufkommen.
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Ingenieurbau

Projektart

Brückenbau

Bauzeit

07.2016 - 03.2022

Auftraggeber
Autobahn GmbH des Bundes

Stahlverbundbauweise für den Brückenneubau

Ein Brückenneubau unter laufendem Verkehr

Besondere Anforderungen ergaben sich bereits beim Rückbau der bestehenden Brücke. Das Bauwerk aus den 1970er-Jahren verfügte über einen gemeinsamen Überbau für beide Fahrtrichtungen. Dadurch war ein abschnittsweiser Abriss einzelner Brückenhälften zunächst nicht möglich. Als Vorbereitung für den Ersatzneubau wurde die bestehende Fahrbahnplatte auf einer Länge von rund 300 m längs geteilt. Die bis zu 65 cm starke, vorgespannte Betonfahrbahn wurde dabei mit Betonsägen durchtrennt. Nach der Teilung konnte der Verkehr auf einer Brückenhälfte weitergeführt werden, während die gegenüberliegende Seite zurückgebaut und neu errichtet wurde.

Traggerüst zwischen Fluss, Bahn und Straße

Vor dem Rückbau musste die bestehende Brücke zusätzlich unterstützt werden. Dafür entstand unter dem Bauwerk eine rund 2.150 t schwere Gerüstkonstruktion. Das Traggerüst überspannte nicht nur die Düte, sondern auch eine ICE-Strecke und einen Gemeindeweg. Insgesamt kamen 479 Hydraulikpressen zum Einsatz, um die Konstruktion unter dem bestehenden Bauwerk zu positionieren. Die Unterkonstruktion bildete die Grundlage für die anschließenden Rückbauarbeiten am Bestandsbauwerk.

Pfahlgründung für den Neubau

Parallel zum Brückenneubau stellte der PORR Spezialtiefbau die Tiefgründung mit Ortbetonrammpfählen her. Die Gründung bildet die Grundlage für die neuen Pfeiler und Widerlager und überträgt die Lasten des Bauwerks in tragfähige Bodenschichten. Damit entstanden die Voraussetzungen für die anschließende Herstellung der Stützen und des Überbaus.

Bauen zwischen Verkehrskorridor und Flusslandschaft

Die Arbeiten fanden in einem Bereich statt, in dem Straßenverkehr, Bahnverkehr und Flussraum unmittelbar aufeinandertreffen. Gleichzeitig verliefen die Bauarbeiten innerhalb eines sensiblen Auenbereichs entlang der Düte. Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgten Maßnahmen zur Umgestaltung des Flusslaufs. Die Düte verläuft heute in geschwungenen Abschnitten unter dem Bauwerk hindurch und prägt weiterhin die Landschaft unter der Brücke.

Grundlage für die neue Querung

Noch bevor der Verkehr über die neue Brücke geführt werden konnte, entstanden Fundamente, Pfeiler und Überbauten Schritt für Schritt entlang der Trasse. Mit dem Ersatzneubau der Dütebrücke wurde ein neuer Abschnitt der A1 zwischen Osnabrück und dem Münsterland geschaffen. Zwischen Flusslandschaft, Bahnstrecke und Autobahn entstand damit eine neue Querung über die Düte.

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.