Zur Übersicht
Sanierung

Stralsund
Hansakai

Stralsund, Deutschland / 08.2021 - 08.2022

Zwischen historischem Hafen, Backsteinspeichern und dem Strelasund liegt die Nördliche Hafeninsel von Stralsund. Hier treffen die Geschichte der Hansestadt, die maritime Infrastruktur des Hafens und moderne Nutzungskonzepte aufeinander. Mit Blick auf das Ozeaneum, die Gorch Fock I und die Altstadt wurde der Hansakai umfassend saniert und neu gestaltet. Für die Gründungs- und Sicherungsarbeiten entlang der Wasserkante erhielt der PORR Spezialtiefbau Berlin den Auftrag zur Herstellung von Mikropfählen für die Rückverankerung der neuen Spundwände sowie für die Gründung von Gittermasten und einer neuen Treppenanlage. Die PORR Equipment Services unterstützte das Projekt mit Geräte- und Fuhrparkmanagement.

StumpFranki DE Stralsund Hansakai 1

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Sanierung

Bauzeit

08.2021 - 08.2022

Auftraggeber
Ed. Züblin AG, Rostock

Mikropfähle sichern die neue Kaianlage am Hansakai in Stralsund

Neuer Auftritt für die Nördliche Hafeninsel

Die Nördliche Hafeninsel wurde im 19. Jahrhundert künstlich aufgeschüttet und entwickelte sich über viele Jahrzehnte zu einem bedeutenden Hafen- und Gewerbestandort. Noch heute prägen historische Speichergebäude, Kaianlagen und maritime Infrastruktur das Erscheinungsbild des Areals. Mit der Sanierung des Hansakais wurden Verkehrsflächen und Kaikanten erneuert. Gleichzeitig entstanden neue Aufenthaltsbereiche entlang des Wassers, die den Zugang zum Hafenraum und den Blick auf den Strelasund ermöglichen.

Mikropfähle für Kaikante und Treppenanlage

Für die Gründung der Treppenanlage sowie zweier neuer Gittermasten stellte der PORR Spezialtiefbau vertikale Verpresspfähle her. Die Rückverankerung der neuen Spundwand erfolgte über insgesamt 63 Schrägpfähle. Insgesamt wurden rund 2.600 laufende Meter Mikropfähle mit Pfahllängen von bis zu 33,5 m hergestellt. Zum Einsatz kamen Tragglieder aus GEWI®- und GEWI®-Plus-Stahl mit Durchmessern von 50 mm beziehungsweise 63,5 mm. Die Pfähle übernehmen die Lastabtragung der Bauwerke und sichern gleichzeitig die neue Kaikonstruktion entlang der Wasserkante.

Arbeiten zwischen Hafen, Wasser und Bestand

Die Bauarbeiten fanden in unmittelbarer Nähe zum Wasser und innerhalb eines stark frequentierten Hafen- und Tourismusbereichs statt. Für die Herstellung kamen Mikropfähle zum Einsatz, die auf die Randbedingungen des Standorts sowie die Anforderungen der Kaianlage abgestimmt wurden. Die Arbeiten erfolgten zwischen bestehender Bebauung, Hafeninfrastruktur und den zukünftigen Aufenthaltsbereichen entlang des Ufers. Neben der Gründung der neuen Bauwerke entstand damit auch die Grundlage für die Erneuerung der Kaikante.

Hansakai mit maritimem Charakter

Im Rahmen der Umgestaltung wurden zwei neue Stahlgittertürme mit Aussichts- und Beleuchtungsplattformen errichtet. Sie greifen die industrielle Geschichte des Standorts auf und prägen künftig das Erscheinungsbild des Hansakais. Die neue Treppenanlage verbindet den Kai mit der Wasserkante und eröffnet den Blick über den Strelasund bis zur Insel Rügen. So entstanden entlang der sanierten Hafenkante neue Aufenthaltsbereiche zwischen Wasser, Stadt und Hafen.

Grundlage für die neue Hafenkante

Noch bevor die neugestalteten Freiflächen das Bild des Hansakais prägen, entstanden ihre Fundamente tief unter der Oberfläche. Mit der Herstellung der Mikropfähle wurden die Voraussetzungen für die Erneuerung der Kaianlage geschaffen. Zwischen historischem Hafenensemble, Strelasund und Ostseeküste entstand damit ein weiterer Abschnitt der Hafenentwicklung in Stralsund.

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.