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Gründung

Oldenburg
Ersatzneubau der Huntebrücke

Oldenburg, Deutschland / 12.2023 - 11.2025

Östlich von Oldenburg überspannt die Hunte die Landschaft zwischen Stadt, Marsch und Küstenhinterland. Als Teil der Bundesautobahn A29 verbindet die Huntebrücke seit Jahrzehnten wichtige Verkehrsachsen zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven. Das bestehende Bauwerk aus dem Jahr 1978 wird durch einen Neubau ersetzt, der sich mit einer Spannweite von 441 m, einer Breite von 31 m und einer Höhe von rund 30 m in die bestehende Trasse einfügt. Noch bevor die neue Brücke sichtbar wird, entsteht ihre Grundlage tief unter der Geländeoberfläche. Der PORR Spezialtiefbau übernahm die Herstellung der Pfahlgründung für die zukünftigen Pfeiler und Fundamente des Bauwerks.

Bild zeigt die Huntebrücke von der Seite. Darunter steht ein Bohgerät des Spezialtiefbau. Blauen Himmel und einen Kran sieht man im Hintergrund
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Gründung

Bauzeit

12.2023 - 11.2025

Auftraggeber
Adam Hörnig Baugesellschaft mbH & Co. KG

260 Frankipfähle für die neue Huntebrücke

Fundamente für eine neue Querung der Hunte

Die neue Brücke wird auf 14 V-förmigen Pfeilern gegründet und ersetzt das bisherige Bauwerk mit 36 Einzelpfeilern. Für die Lastabtragung stellte der PORR Spezialtiefbau insgesamt 260 Frankipfähle NG® her. Mit Durchmessern von 610 mm und Längen von bis zu 15 m reichen die Pfähle durch Auffüllungen, Torf- und Kleischichten bis in die tragfähigen Sandschichten des Untergrunds. Dort übernehmen sie die Lastabtragung der späteren Brückenkonstruktion und bilden die Grundlage für die Widerlager und Pfeiler der neuen Huntequerung. Im Dezember 2023 wurden statische Probebelastungen durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die weitere Ausführung der Pfahlgründungsarbeiten.

Pfahlgründung zwischen Wasser, Marsch und Baugrund

Die Hunte prägt nicht nur das Landschaftsbild rund um Oldenburg, sondern bestimmt auch die geologischen Bedingungen entlang der Trasse. Unterhalb der Geländeoberfläche wechseln sich Auffüllungen, Torfschichten, Klei und tragfähige Sande ab. Für die Gründungsarbeiten kam der Frankipfahl NG® aus der Greenpile®-Produktfamilie des PORR Spezialtiefbaus zum Einsatz. Das Pfahlsystem wurde für die Anforderungen des Brückenbauwerks und die örtlichen Baugrundverhältnisse eingesetzt. Die Gründung wurde auf die Lasten der späteren Pfeiler sowie auf die geologischen Randbedingungen entlang der Hunte abgestimmt.

Bauen unter beengten Randbedingungen

Die Arbeiten erfolgten unter den Bedingungen einer einspurigen Baustellenzufahrt entlang der Hunte sowie innerhalb räumlich begrenzter Arbeitsbereiche. Bei den Achsen 20 und 80 wurden während der Ausführung erhöhte Rammwiderstände festgestellt. Zur Anpassung an die örtlichen Baugrundverhältnisse kamen ergänzende Auflockerungsbohrungen zum Einsatz. Neben den geologischen Voraussetzungen waren die Bauabläufe auf dem Baufeld sowie die Abstimmung der unterschiedlichen Gewerke entlang der Trasse zu berücksichtigen. Zwischen Wasserlauf, Baustellenlogistik und Brückenstandorten entstand so die Grundlage für die nachfolgenden Ingenieurbauarbeiten.

Maßnahmen auf dem Baustellengelände

Im Rahmen der Baustellenorganisation wurden Vorgaben für den Umgang mit Betriebsstoffen sowie projektbezogene Anforderungen an die Baustelleneinrichtung umgesetzt. Hierzu gehörten unter anderem Auffangsysteme für Betriebsstoffe, die Vorhaltung geeigneter Bindemittel sowie organisatorische Maßnahmen für Betankungs- und Wartungsarbeiten. Die Baustellenorganisation wurde auf die Anforderungen des Standorts entlang der Hunte abgestimmt.

Grundlage für den Brückenneubau

Mit der Herstellung der Pfahlgründung entstanden die Voraussetzungen für die weiteren Bauabschnitte des Ersatzneubaus. Noch bevor Pfeiler und Überbauten das Bild der neuen Huntebrücke prägen, entstanden unter der Oberfläche die Fundamente für die zukünftige Querung. Zwischen Flusslandschaft, Verkehrsweg und Baugrund bildet die Pfahlgründung die Grundlage für einen weiteren Abschnitt der Verkehrsinfrastruktur rund um Oldenburg.

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.