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Gründung

Frankfurt am Main
Industriepark Höchst

Frankfurt-Höchst, Deutschland / 2020

Der Industriepark Höchst zählt zu den traditionsreichen Chemie- und Pharmastandorten Deutschlands. Seine Entwicklung reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Auf dem heute rund 460 ha großen Areal entstehen fortlaufend neue Produktions-, Forschungs- und Infrastrukturgebäude. Für einen Erweiterungsbau innerhalb des Industrieparks übernahm der PORR Spezialtiefbau die Tiefgründung. Die Arbeiten umfassten die Herstellung von 182 Fundex-Verdrängungspfählen als Grundlage für die späteren Hochbauarbeiten.

Bild zeigt die Spezialtiefbauarbeiten beim Projekt Industriepark Höchst. man sieht 2 Spezialtifbaugeräte
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Gründung

Bauzeit

2020

Auftraggeber
Lyondell Basell

Fundex-Pfähle für Erweiterungsbau im Industriepark Höchst

182 Fundex-Pfähle für die Lastabtragung

Für die Gründung des Erweiterungsbaus wurden insgesamt 182 Fundex-Pfähle mit Durchmessern von 44 cm und 56 cm hergestellt. Die Pfähle übertragen die Lasten der späteren Bauwerke in tragfähige Bodenschichten und bilden die Grundlage für die weitere bauliche Entwicklung auf dem Grundstück. Noch bevor Fundamente und Hochbaukonstruktionen entstehen konnten, wurden damit die Voraussetzungen für die anschließenden Bauabschnitte geschaffen.

Arbeiten auf einem ehemaligen Industriestandort

Das Baugelände weist die typischen Merkmale eines über viele Jahrzehnte genutzten Industriestandorts auf. Nach dem Rückbau früherer Gebäude bestanden die oberen Bodenschichten aus Auffüllungen mit Sand, Kies und Bauschuttresten. Darunter befanden sich Fundamente und Fundamentreste unterschiedlicher Größe und Beschaffenheit. Zusätzlich waren einzelne Bereiche des Standorts Gegenstand weiterführender Baugrunderkundungen. Die Gründungsarbeiten wurden deshalb auf die örtlichen Randbedingungen abgestimmt.

197 Kontaktbohrungen zur Baugrunderkundung

Vor Beginn der Pfahlgründung wurden insgesamt 197 Kontaktbohrungen durchgeführt, um vorhandene Fundamentreste und unterirdische Hindernisse zu lokalisieren. Auf Basis dieser Erkundungen wurden die Pfahlpositionen festgelegt und zusätzliche Enttrümmerungsbohrungen vorbereitet. Da massive Stahlbetonfundamente nicht unmittelbar durch die Verdrängungspfähle durchfahren werden konnten, erfolgte deren Vorerkundung und abschnittsweise Bearbeitung mit einer Drehbohranlage. So entstanden die Voraussetzungen für die anschließende Herstellung der Fundex-Pfähle.

Arbeiten zwischen Bestandsanlagen und Versorgungsleitungen

Die Pfahlgründung erfolgte innerhalb eines weiterhin genutzten Industriestandorts. Bestehende Rohrleitungsbrücken, technische Anlagen und Versorgungsleitungen bestimmten die Baustelleneinrichtung und die Positionierung der Großgeräte. In Teilbereichen lagen die Arbeitsflächen unmittelbar zwischen bestehenden Anlagenstrukturen. Die Herstellung der Pfähle wurde deshalb fortlaufend an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Parallel zu den Gründungsarbeiten liefen Rückbau- und Erkundungsmaßnahmen auf dem Gelände. Arbeitswege, Lagerflächen und Baustelleneinrichtung wurden dabei aufeinander abgestimmt.

Fundex-Pfähle im Vollverdrängungsverfahren

Für die Tiefgründung kamen Fundex-Verdrängungspfähle zum Einsatz. Das Verfahren gehört zu den Vollverdrängungspfahlsystemen und wurde auf die Anforderungen des Baugrunds und des Standorts abgestimmt. Die Arbeiten erfolgten abschnittsweise über das gesamte Baufeld. Schritt für Schritt entstanden die Gründungselemente für den Erweiterungsbau innerhalb des Industrieparks.

Grundlage für den Erweiterungsbau

Noch bevor neue Gebäude, Anlagen und technische Infrastruktur entstehen, werden die Lasten der zukünftigen Bauwerke tief in den Baugrund eingeleitet. Mit der Herstellung von 182 Fundex-Pfählen und den vorbereitenden Baugrunderkundungen entstand die Grundlage für die weiteren Bauabschnitte auf dem Gelände des Industrieparks Höchst. Damit wächst ein weiterer Baustein der Industrie- und Forschungsinfrastruktur im Rhein-Main-Gebiet.