Berlin
Klärwerk Ruhleben
Berlin, Deutschland / 05.2024 - 01.2027
Im Westen Berlins, zwischen Havel, Spree und dem Berliner Stadtraum, befindet sich das Klärwerk Ruhleben. Hier wird das Abwasser von rund 1,6 Millionen Berlinerinnen und Berlinern behandelt. Mit der Erweiterung der Anlage entstehen neue Bauwerke für die Wasseraufbereitung, darunter eine Flockenfiltrationsanlage sowie eine UV-Anlage. Für die Herstellung und Sicherung der Baugruben übernahm der PORR Spezialtiefbau Berlin im Auftrag der Echterhoff Bau GmbH die Ausführung der DSV-Dichtsohlen sowie der temporären Rückverankerungen. Die Arbeiten erfolgen bis 2027 in mehreren Bauabschnitten.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Dichtsohle
Bauzeit
05.2024 - 01.2027
Baugruben und DSV-Dichtsohlen für die Erweiterung des Klärwerks Ruhleben.
Erweiterung einer zentralen Berliner Infrastruktur
Das Klärwerk Ruhleben gehört zu den größten Abwasserbehandlungsanlagen Berlins und prägt seit Jahrzehnten die technische Infrastruktur der Hauptstadt. Mit den neuen Anlagen wird das Klärwerk um zusätzliche Verfahrensstufen erweitert. Bevor die neuen Bauwerke sichtbar werden, entstehen ihre Fundamente und Bauwerke tief unter der Geländeoberfläche. Dafür wurden insgesamt neun Teilbaugruben hergestellt, in denen später die neuen Anlagenteile errichtet werden.
Neun Baugruben für neue Anlagentechnik
Die Baugrube wurde durch Spundwandkästen in insgesamt neun Bereiche unterteilt. Die einzelnen Teilbaugruben reichen von etwa 100 m² bis zu rund 2.330 m² Fläche und erreichen Tiefen zwischen fünf und acht Metern. Da die Baugruben teilweise rund 2,7 m unterhalb des Grundwasserspiegels liegen, war eine zusätzliche horizontale Abdichtung erforderlich. Für die Ausführung stellt der PORR Spezialtiefbau insgesamt rund 10.000 m² DSV-Dichtsohle her. Ergänzend werden die Spundwandkästen über insgesamt rund 4.870 m temporäre Litzenanker rückverankert. Gemeinsam bilden Dichtsohlen und Rückverankerungen die Grundlage für die nachfolgenden Ingenieur- und Hochbauarbeiten.
Arbeiten zwischen Wasser, Baugrund und Bestand
Das Klärwerk Ruhleben bleibt während der Bauzeit weiterhin Teil der bestehenden Infrastruktur. Die Baumaßnahmen werden daher abschnittsweise innerhalb des Anlagenstandorts umgesetzt. Die DSV-Dichtsohlen binden in die Baugrubenumschließung ein und schaffen die Voraussetzungen für die Herstellung trockener Baugruben unter den vorhandenen Grundwasserbedingungen. Die Ausführung erfolgt in mehreren Bauabschnitten, abgestimmt auf die jeweiligen Anlagenteile und Baugrubenbereiche.
Bauen im laufenden Projektbetrieb
Die ersten beiden großen Teilbaugruben wurden bereits fertiggestellt und an die nachfolgenden Gewerke übergeben. Aufgrund der engen Bauabläufe und der Vielzahl parallel verlaufender Arbeiten erfolgte die Herstellung der Dichtsohlen zeitweise im Zwei-Schicht-Betrieb. Dabei kamen mehrere DSV-Einheiten zum Einsatz, die abschnittsweise innerhalb des Klärwerksgeländes arbeiteten. Zwischen bestehender Infrastruktur, Baugruben und zukünftigen Anlagenbauwerken entstand so Schritt für Schritt die Grundlage für die Erweiterung des Klärwerks.
Grundlage für die nächsten Bauabschnitte
Noch bevor Filter- und UV-Anlagen sichtbar werden, entsteht unter der Geländeoberfläche die Basis für deren spätere Bauwerke. Mit der Herstellung der DSV-Dichtsohlen und Rückverankerungen werden die Voraussetzungen für die nachfolgenden Ingenieurbau- und Hochbauarbeiten geschaffen. Damit entsteht ein weiterer Abschnitt der technischen Infrastruktur des Klärwerks Ruhleben.