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Nachgründung

Werne
Kraftwerk Gersteinwerk

Werne, Deutschland / 11.2021 - 01.2022

Im Kraftwerk Gersteinwerk in Werne wurde eine Gasturbine einschließlich Turbinentisch modernisiert. Im Zuge der Umbaumaßnahmen mussten zusätzliche Lasten in den Baugrund abgetragen werden. Für die Nachgründung des neuen Maschinenfundaments erhielt der PORR Spezialtiefbau Düsseldorf den Auftrag zur Herstellung von Mikropfählen. Die statischen Berechnungen, die Pfahlplanung sowie die räumliche Abstimmung der Gründungselemente wurden durch die PORR Spezialtiefbau Planung begleitet.

Foto zeigt ein Bohrgerät HBR202-E bei den Arbeiten im Kraftwerk Gersteinwerk, Werne
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Nachgründung

Bauzeit

11.2021 - 01.2022

Auftraggeber
RWE Generation SE

Nachgründung mit Mikropfählen

36 Mikropfähle für das neue Maschinenfundament

Für die Nachgründung wurden insgesamt 36 Verbund-Mikropfähle hergestellt. Die Pfähle verfügen über einen Durchmesser von 160 mm, einen Tragglieddurchmesser von 50 mm und erreichen Bohrtiefen von bis zu 18,60 m. Die Mikropfähle ergänzen die bestehende Gründung und übernehmen die Lasten des neuen Maschinenfundaments. Sie bilden damit die Grundlage für den Umbau der technischen Anlagen innerhalb des Kraftwerks. Noch bevor Turbine und Generator wieder in Betrieb gehen können, entstanden unterhalb des Turbinentisches die erforderlichen Gründungselemente.

Arbeiten innerhalb des Bestandsgebäudes

Die Bestandsgründung des Kraftwerks basiert auf Frankipfählen. Aufgrund der baulichen Situation innerhalb des Gebäudekellers kamen für die Nachgründung Mikropfähle zum Einsatz. Die Arbeiten erfolgten bei teilweise sehr beengten Platzverhältnissen und lichten Höhen von stellenweise nur 2,05 m. Die Gründungsarbeiten wurden dabei auf die vorhandenen Bauwerksstrukturen sowie die technischen Anlagen innerhalb des Kraftwerks abgestimmt. So entstanden die zusätzlichen Gründungselemente innerhalb eines bestehenden Kraftwerksgebäudes.

Spezialgeräte für geringe Arbeitshöhen

Für die Herstellung der Mikropfähle kamen zwei unterschiedliche Bohrgeräte zum Einsatz. In Bereichen mit eingeschränkten Höhenverhältnissen wurde das Bohrgerät HBR202-E eingesetzt. In Abschnitten mit größeren Freiräumen erfolgten die Arbeiten mit dem Bohrgerät KR704-2E, das längere Rohrschüsse verarbeiten kann. Beide Geräte wurden innerhalb des Gebäudes eingesetzt und ermöglichten die Herstellung der Pfähle unter den vorhandenen Randbedingungen des Kraftwerksstandorts.

3D-Modellierung für die Gründungsplanung

Die Nachgründung stellte hohe Anforderungen an die Lagegenauigkeit der Pfähle. Gleichzeitig mussten bestehende Gründungselemente, Bauwerksstrukturen und technische Einbauten berücksichtigt werden. Deshalb erfolgte vor Beginn der Arbeiten eine dreidimensionale Modellierung des Baufelds. Die Modellierung diente als Grundlage für die Anordnung der Pfähle sowie die Abstimmung der Bohrpositionen innerhalb des Bestands. Auf Basis dieser Planung wurden die Gründungsarbeiten abschnittsweise umgesetzt.

Grundlage für die Modernisierung des Kraftwerks

Noch bevor die modernisierte Gasturbinenanlage ihren Betrieb aufnimmt, entstanden die Gründungselemente für das neue Maschinenfundament tief im Baugrund des Kraftwerks. Mit der Herstellung von 36 Mikropfählen wurden die Voraussetzungen für die weiteren Umbauarbeiten geschaffen. Auf dem Gelände des Kraftwerks Gersteinwerk entstand damit ein weiterer Abschnitt der technischen Infrastruktur des Standorts.

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.