Berlin
Kurfürstenstraße
Berlin, Deutschland / 05.2022 - 04.2023
Mitten in Berlin, unweit des Kurfürstendamms, entstand auf einem innerstädtischen Grundstück ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage. Auf dem Areal eines ehemaligen Gebäudes aus den 1970er-Jahren entwickelte sich eine Mixed-Use-Immobilie mit Büroturm, Wohnturm sowie weiteren Wohngebäuden. Im Auftrag des Bauherrn übernahm der PORR Spezialtiefbau Region Ost in Arbeitsgemeinschaft mit Meyer Erdbau die Herstellung der Baugrubenumschließung, der Tiefgründung sowie der Erdarbeiten. Die Ausführungsplanung erfolgte durch den PORR Spezialtiefbau Planung.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Gründung
Bauzeit
05.2022 - 04.2023
Schlitzwand, Dichtsohle und Bohrpfähle für ein neues Quartier
Neues Quartier im Herzen Berlins
Auf dem rund 2.940 m² großen Grundstück entstand ein Gebäudeensemble mit unterschiedlichen Nutzungen. Noch bevor die Hochbauten sichtbar wurden, entstanden unter der Geländeoberfläche die Voraussetzungen für die späteren Bauwerke. Den ersten Bauabschnitt bildeten die Baugrubenumschließung sowie die Sicherung der angrenzenden Bestandsgebäude. Anschließend folgten die Herstellung der DSV-Dichtsohle, die Pfahlgründung und der Erdaushub.
Schlitzwände im innerstädtischen Umfeld
Für die Baugrubenumschließung wurden rund 4.000 m² Schlitzwände mit einer Wandstärke von 80 cm und Tiefen von bis zu 21 m hergestellt. Die Baugrube wurde mit insgesamt rund 2.000 m temporären Litzenankern gesichert. Zusätzlich erfolgte die Sicherung der Nachbargebäude durch Unterfangungen im Düsenstrahlverfahren. Hierfür wurden etwa 300 m³ Unterfangungskörper hergestellt. Die Maßnahmen bildeten die Grundlage für die nachfolgenden Arbeiten innerhalb der Baugrube und ermöglichten die Herstellung der Tiefgründung unter den Randbedingungen eines dicht bebauten Stadtquartiers.
Bohrpfahlgründung für die Hochbauten
Für die spätere Lastabtragung der Gebäude wurden insgesamt 110 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 88 cm und Längen von bis zu 35 m hergestellt. Die Bohrarbeiten führten durch mächtige Ton- und Mergelschichten sowie durch Bereiche mit eingelagerten Findlingen. Die Pfähle übertragen die Lasten der späteren Hochbauten in tragfähige Bodenschichten und bilden die Grundlage für die Fundamente des neuen Gebäudeensembles. Die Ausführung erfolgte mit zwei Drehbohrgeräten, die parallel auf dem Baufeld eingesetzt wurden.
Arbeiten zwischen Bestand und Neubau
Die Bauarbeiten fanden in einem dicht bebauten innerstädtischen Umfeld statt. Bereits bestehende Nachbargebäude grenzten unmittelbar an das Baufeld, während gleichzeitig die verschiedenen Spezialtiefbauleistungen aufeinander abgestimmt wurden. Schlitzwand, Unterfangungen, DSV-Dichtsohle, Pfahlgründung und Erdaushub entstanden in mehreren aufeinanderfolgenden Bauabschnitten und bildeten gemeinsam die Grundlage für die anschließenden Hochbauarbeiten.
Grundlage für das neue Gebäudeensemble
Noch bevor Wohnturm, Büroturm und Wohngebäude das Stadtbild prägen, entstanden unter der Geländeoberfläche die Fundamente für das neue Quartier an der Kurfürstenstraße. Mit der Fertigstellung der Baugrube und der Bohrpfahlgründung wurden die Voraussetzungen für die weiteren Bauabschnitte geschaffen. Zwischen bestehender Bebauung, innerstädtischer Infrastruktur und neuen Hochbauten entstand damit ein weiterer Baustein der Stadtentwicklung in Berlin.