Stade
LNG-Terminal
Stade, Deutschland / 02.2024 - 08.2024
Am Elbufer in Stade entsteht mit dem Hanseatic Energy Hub ein landbasiertes Terminal für verflüssigte Gase. Zum Anlagenkomplex gehören zwei LNG-Tanks mit jeweils 240.000 m³ Fassungsvermögen. Für die Gründung der Tankanlagen stellte der PORR Spezialtiefbau im Auftrag der Generalunternehmerin FCC Industrial Deutschland die Tiefgründung her. Die Ausführungsplanung erfolgte durch den PORR Spezialtiefbau Planung.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Gründung
Bauzeit
02.2024 - 08.2024
Fundamente für größte LNG-Tanks Europas
Am Standort Stade entstehen zwei LNG-Tanks, die zu den größten Tankbauwerken ihrer Art in Europa zählen. Bevor die späteren Anlagen sichtbar werden, entsteht ihre Grundlage tief im Baugrund.
Für die Gründung der beiden LNG-Tanks stellte die Niederlassung Oldenburg des PORR Spezialtiefbaus insgesamt 1.490 Frankipfähle NG® mit einem Durchmesser von 610 mm her. Die geologischen Randbedingungen und die Lasten der späteren Tankanlagen bestimmten die Anforderungen an die Gründung. Die Pfähle wurden mit Längen von rund 24 m ausgeführt und übertragen die Lasten der Bauwerke in die tiefer liegenden tragfähigen Bodenschichten. Vor Beginn der Serienfertigung wurden fünf Probepfähle hergestellt und Belastungsversuche durchgeführt. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für die weitere Ausführung der Pfahlgründung.
Frankipfahl NG® für die Tiefgründung
Für die Gründung der LNG-Tanks kam der Frankipfahl NG® zum Einsatz. Das Pfahlsystem gehört zur Greenpile®-Produktfamilie des PORR Spezialtiefbaus und wurde für die Anforderungen des Projekts am Standort Stade eingesetzt. Die Herstellung erfolgte mit Pfahllängen von rund 24 m. Insgesamt wurden 1.490 Gründungspfähle eingebracht, die die Lasten der späteren Tankanlagen in die tragfähigen Bodenschichten ableiten. Die Pfahlherstellung erfolgte mittels Innenrohrrammung. Durch das Verdrängungsverfahren entsteht während der Ausführung kein kontinuierlicher Bodenaushub. Dies reduzierte die Anzahl zusätzlicher Materialbewegungen auf dem Baufeld und unterstützte die Logistik der Baustelle. Die Arbeiten fanden auf einem großflächigen Baufeld in unmittelbarer Nähe zur Elbe statt. Die Pfähle bilden die Grundlage für die nachfolgenden Hoch- und Anlagenbauarbeiten des Hanseatic Energy Hub.
Arbeiten am Elbufer
Die Herstellung der Tiefgründung erfolgte parallel zu umfangreichen Liefer- und Bauabläufen auf dem Gelände. Täglich wurden Bewehrungskörbe angeliefert, vorbereitet und in die laufenden Arbeiten integriert. Parallel dazu liefen die Pfahlherstellung sowie weitere vorbereitende Maßnahmen für die nachfolgenden Bauabschnitte. Die Baustelleneinrichtung und die Arbeitsabläufe wurden auf die Anforderungen des Terminalstandorts abgestimmt. Im Rahmen der Baustellenorganisation wurden Maßnahmen zur Wasserbehandlung, Staubminderung sowie zur Überwachung projektbezogener Lärm- und Erschütterungswerte umgesetzt. Dazu gehörten unter anderem die Sammlung und Aufbereitung von Spülwasser sowie die Bewässerung der Arbeitsebenen bei trockenen Witterungsbedingungen.
Grundlage für die nächsten Bauabschnitte
Mit der Fertigstellung der Tiefgründung entstanden die Voraussetzungen für die anschließenden Arbeiten an den LNG-Tanks. Noch bevor die späteren Bauwerke das Bild des Standorts prägen, entstand unter der Oberfläche die Grundlage für einen zentralen Abschnitt des Hanseatic Energy Hub. Zwischen Elbe, Tankstandort und Baustellenlogistik bildet die Pfahlgründung die Basis für die nachfolgenden Bauabschnitte und die weitere Entwicklung des Terminalgeländes.