Zur Übersicht
Bürogebäude

Köln
LUX 121

Köln, Deutschland / 09.2024 - 06.2026

In Köln wird der bestehende Bürokomplex LUX 121 umfassend umgebaut und für eine neue Nutzung vorbereitet. Die PORR übernimmt dabei umfangreiche Rückbau-, Rohbau- und Instandsetzungsarbeiten. Nach Abschluss der Sanierung soll das Gebäude als Standort für das Justizzentrum dienen.

Visualisierung LUX 121
© GBP Architekten GmbH

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Hochbau West GmbH

Projektart

Bürogebäude

Bauzeit

09.2024 - 06.2026

Auftraggeber
CCG1 Luxemburger Straße 121 Verwaltungs S.a.r.l. und CCG1 Luxemburger Straße 121 Bauteil 2 Verwaltungs S.a.r.l.

Revitalisierung des LUX 121 in Köln

Vom Bürokomplex zum Justizstandort

Der Gebäudekomplex wurde 1978 und 1982 in zwei Bauabschnitten in Stahlbetonskelettbauweise errichtet. Bis 2018 waren dort das Jobcenter Köln und die Agentur für Arbeit untergebracht. Das Ensemble setzt sich aus mehreren Gebäudeteilen zusammen. Bauteil 1 umfasst drei Segmente mit zehn beziehungsweise 15 Geschossen und rund 26.781 m² Bruttogrundfläche sowie einen zweigeschossigen Sockel. Zusammen mit den vier Segmenten des sechsgeschossigen Bauteils 2 gruppieren sich die Gebäuderiegel um einen Innenhof. Ein vorgelagerter zweigeschossiger Pavillon bildet Bauteil 3.

Umbau und Neuorganisation des Bestands

Die Planung von GPB Architekten sieht eine vollständige Entkernung sowie eine Erneuerung der Fassade vor. Darüber hinaus entstehen ein neuer Aufzugskern und zusätzliche Fluchttreppenhäuser. Durch die Eingriffe in die bestehende Tragstruktur können bisher tragende Innenwände zurückgebaut und die Flächen für die zukünftige Nutzung neu organisiert werden. Damit wird der Gebäudebestand schrittweise an die Anforderungen des späteren Justizstandorts angepasst.

Rohbauarbeiten im Bestand

Innerhalb von rund neun Monaten werden bestehende Decken und Wände zurückgebaut, neue Schächte für die technische Gebäudeausrüstung hergestellt sowie neue Betondecken eingebaut. Hinzu kommen Betoninstandsetzungsarbeiten und Mauerwerksarbeiten in den Geschossen und im Untergeschoss. Die Arbeiten greifen dabei unmittelbar in die vorhandene Gebäudestruktur ein und werden abschnittsweise innerhalb des bestehenden Stahlbetonskeletts ausgeführt.

Baulogistik im innerstädtischen Umfeld

Die innerstädtische Lage und die bestehenden Gebäudestrukturen bestimmen auch die Baustellenlogistik. Für Lagerung und Materialtransport stehen nur begrenzte Flächen zur Verfügung. Schalungen und weitere Baumaterialien werden über Bauaufzüge in die oberirdischen Geschosse transportiert. Im Untergeschoss sind die Transportmöglichkeiten aufgrund der bestehenden Strukturen zusätzlich eingeschränkt.

Grundlage für die zukünftige Nutzung des Bestands

Mit der Revitalisierung wird die vorhandene Gebäudestruktur des LUX 121 für eine neue Nutzung weiterentwickelt. Entkernung, Eingriffe in das Tragwerk und neue Erschließungsbereiche schaffen die baulichen Voraussetzungen dafür, den ehemaligen Verwaltungsstandort künftig für das Justizzentrum zu nutzen. Damit steht bei dem Projekt nicht der Ersatz durch einen Neubau, sondern die Weiterentwicklung des vorhandenen Gebäudebestands im Mittelpunkt.