Oberhausen
Pumpwerk Emscher
Oberhausen, Deutschland / 03.2018 - 08.2021
Mit einer LĂ€nge von rund 51 km durchquert die Emscher das Ruhrgebiet. Ăber Jahrzehnte prĂ€gte der Fluss die industrielle Entwicklung der Region. Im Zuge des Umbaus des Emschersystems entstanden neue unterirdische AbwasserkanĂ€le, Pumpwerke und technische Anlagen entlang des Flusslaufs. FĂŒr das Teilprojekt BA 60.3 Pumpwerk Oberhausen erhielt der PORR Ingenieurbau Berlin den Auftrag zur Herstellung der Bautechnik des Pumpwerks Oberhausen, des Pumpwerks Oberhausen-Handbach sowie der zugehörigen AuĂenanlagen. Die Arbeiten begannen im MĂ€rz 2017.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR GmbH & Co. KGaA
Projektart
Ver-und Entsorgung
Bauzeit
03.2018 - 08.2021
Infrastruktur fĂŒr den Emscher-Umbau
Pumpwerke fĂŒr das Emschersystem
Die neuen Pumpwerke bilden einen Bestandteil des Abwassersystems entlang der Emscher. Das Pumpwerk Oberhausen fördert die AbwĂ€sser aus dem tiefliegenden Kanal in einen höher gelegenen FreigefĂ€llekanal Richtung KlĂ€ranlage Emscher-MĂŒndung in Dinslaken. ErgĂ€nzend entstand das Pumpwerk Oberhausen-Handbach, das die AbwĂ€sser des Handbachkanals in den ĂŒbergeordneten Doppelrohrkanal einspeist. Noch bevor die technischen Anlagen in Betrieb gehen konnten, entstanden tief unter der OberflĂ€che die Bauwerke fĂŒr die spĂ€tere Abwasserförderung.
44 Meter tief unter der GelÀndeoberflÀche
Das zentrale Bauwerk des Projekts ist das Pumpwerk Oberhausen mit einem Durchmesser von 46 m und einer GrĂŒndungstiefe von rund 44 m unter GelĂ€ndeoberkante. Das benachbarte Pumpwerk Oberhausen-Handbach besitzt einen Durchmesser von rund 7 m und reicht etwa 12 m in die Tiefe. Die Baugruben fĂŒr beide Bauwerke wurden zuvor durch Dritte in Schlitzwand- und Bohrpfahlbauweise hergestellt. Innerhalb dieser Baugruben entstanden anschlieĂend die Stahlbetonbauwerke der Pumpwerke.
Ingenieurbau unter der Erde
Zum Projekt gehörten neben den Pumpwerken zahlreiche weitere Ingenieurbauwerke. Dazu zĂ€hlten ein rund 220 m langer Rohrvortrieb, zwei EntspannungsschĂ€chte mit Einhausungen fĂŒr die Fotooxidationsanlagen, ein BetriebsgebĂ€ude mit Pultdach, eine Dosierstation mit Aussichtsturm, Schachtbauwerke, Rohrleitungsanlagen sowie die AuĂenanlagen innerhalb des Rondells. Die unterschiedlichen Bauwerke wurden abschnittsweise hergestellt und an die bestehenden Anlagen sowie die neue Kanalinfrastruktur angebunden.
Bauen zwischen Kanal, Schacht und Pumpwerk
Das Projekt umfasste Bauwerke ĂŒber und unter der Erde. Tief liegende Pumpwerke, Rohrleitungen und Schachtbauwerke mussten mit den darĂŒberliegenden Betriebs- und Anlagenteilen verbunden werden. FĂŒr die Projektbearbeitung kamen digitale Modelle zur Dokumentation und Begleitung der BauausfĂŒhrung zum Einsatz. DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzte die pde Integrale Planung GmbH die Termin- und Projektkoordination. Neben dem Ingenieurbau wirkten weitere PORR-Bereiche an verschiedenen Abschnitten des Emscherumbaus mit. Teile des Abwasserkanals wurden durch Leistungen aus Ingenieurbau und Tunnelbau realisiert.
Grundlage fĂŒr die neue Kanalinfrastruktur
Mit der Fertigstellung der Pumpwerke und Ingenieurbauwerke entstanden die Voraussetzungen fĂŒr die Nutzung des unterirdischen Kanalsystems im Bereich Oberhausen. Noch bevor die Bauwerke im tĂ€glichen Betrieb sichtbar werden, entstanden bis zu 44 m unter der GelĂ€ndeoberflĂ€che SchĂ€chte, Rohrleitungen und Pumpwerke als Teil der Infrastruktur entlang der Emscher. Zwischen Kanaltrasse, Pumpwerk und Schachtbauwerken entstand so ein weiterer Abschnitt des Emschersystems im Ruhrgebiet.