Bremen-Überseestadt
Quartier Europahafenkopf
Bremen, Deutschland / 2019
Im Zuge der Quartiersentwicklung Europahafenkopf entstanden in der Bremer Überseestadt vier mehrgeschossige Gebäude auf einem gemeinsamen Tiefgeschoss. Zum Projekt gehören zwei Wohngebäude, ein Mobilitätshaus sowie die Unternehmenszentrale der Gustav Zech Stiftung mit einem Hochhausbereich von 21 Geschossen. Für die Gründungsarbeiten wurde PORR Spezialtiefbau von der ZECH Bau SE beauftragt.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Gründung
Bauzeit
2019
Frankipfähle NG® für die Tiefgründung eines Quartiers in der Bremer Überseestadt
Quartiersentwicklung am Europahafen
Der Europahafenkopf befindet sich auf einem ehemaligen Hafenareal in der Bremer Überseestadt. Die Neubebauung nutzt Flächen eines aufgefüllten Hafenbereichs und verbindet Wohn-, Büro- und Mobilitätsnutzungen innerhalb eines zusammenhängenden Quartiers. Aufgrund der Gebäudehöhen und der vorgesehenen Nutzung war für den Gebäudekomplex eine Tiefgründung erforderlich.
Tiefgründung auf verfülltem Hafenareal
Der Standort des Zechhauses liegt auf einem verfüllten Bereich des Europahafens. Die Auffüllungen bestehen überwiegend aus Sanden mit lokal eingelagerten bindigen Bodenschichten. Unterhalb dieser Schichten wurden Schlick- und Hafenbeckensedimente sowie tiefer liegende gewachsene Sande erkundet. Nach den geotechnischen Untersuchungen waren die Bauwerkslasten in tiefer liegende tragfähige Sandschichten abzutragen. Für die Gründung kamen deshalb Frankipfähle NG® zum Einsatz.
200 Frankipfähle NG® für die Gebäudefundamente
Für die Tiefgründung des Quartiers wurden insgesamt 200 Frankipfähle NG® hergestellt. Die Pfähle übernehmen die Lastabtragung der Gebäude in die tragfähigen Bodenschichten unterhalb der Auffüllungen und Hafenablagerungen. Das Pfahlsystem wurde auf Grundlage der Baugrundverhältnisse und der statischen Anforderungen des Bauvorhabens ausgewählt.
Pfahlgründung im innerstädtischen Umfeld
Die Gründungsarbeiten erfolgten in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Bürogebäuden, einem Parkhaus und einem Hotel. Während der Ausführung wurden die Arbeiten durch baubegleitende Erschütterungsmessungen begleitet. Bei der Herstellung der Frankipfähle NG® konnte die eingebrachte Rammenergie über die Variation der Fallhöhe des Freifallbären an die jeweiligen Randbedingungen angepasst werden. Die Ausführung erfolgte unter Berücksichtigung der projektspezifisch festgelegten Erschütterungsgrenzwerte. Die Herstellparameter wurden messtechnisch erfasst und dokumentiert. Darüber hinaus wurden die Bauabläufe sowie die Geräteparameter auf die innerstädtischen Rahmenbedingungen abgestimmt. Die Herstellung der Frankipfähle NG® erfolgt als Verdrängungspfahlverfahren mit Innenrammung. Dabei verbleibt der anstehende Boden im Baugrund und wird während der Pfahlherstellung verdrängt.
Grundlage für die Neubebauung des Europahafenkopfs
Mit der Herstellung der Pfahlgründung wurden die Voraussetzungen für die Errichtung der vier Gebäude des Quartiers Europahafenkopf geschaffen. Die Frankipfähle NG® bilden die Grundlage für die Lastabtragung des Gebäudeensembles am Standort Bremen-Überseestadt.