Emden
Konverterstation Siemens Energy
Emden, Deutschland / 2024
Im ostfriesischen Emden entstand der nördliche Startpunkt der Gleichstromverbindung A-Nord. Die rund 300 km lange Höchstspannungsleitung verbindet künftig Emden mit Osterath in Nordrhein-Westfalen und bildet einen Teil der Nord-Süd-Stromverbindung zwischen den Offshore-Windparks der Nordsee und den Verbrauchszentren im Westen Deutschlands. Für die Tiefgründung der Konverterstation in Emden-Petkum stellte der PORR Spezialtiefbau gemeinsam mit der Gebr. Neumann GmbH im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft rund 5.200 Vollverdrängungsbohrpfähle her. Auftraggeber war Siemens Energy.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Gründung
Bauzeit
2024
Tiefgründung für die Konverterstation der A-Nord-Trasse
Startpunkt einer neuen Höchstspannungsverbindung
Die Gleichstromverbindung A-Nord verläuft von Emden bis Osterath und nutzt auf großen Streckenabschnitten bestehende Energietrassen. An den Endpunkten der Verbindung entstehen Konverterstationen, die den Wechsel zwischen Wechselstrom- und Gleichstromübertragung ermöglichen. Die Konverterstation in Emden bildet den nördlichen Einspeisepunkt der neuen Leitung. Noch bevor die technischen Anlagen in Betrieb gehen können, entstehen unter der Oberfläche die Fundamente für Hallen, Betriebsgebäude und technische Einrichtungen.
5.200 Pfähle für die Konverterstation
Die Konverterstation besteht aus einem Plus- und einem Minuspol. Beide Bereiche umfassen jeweils zwei Umrichteranlagen. Jeder Umrichter ist in einer rund 18 m hohen Konverterhalle mit einer Grundfläche von etwa 5.000 m² untergebracht. Für die Tiefgründung der Hallen sowie weiterer Betriebs- und Technikgebäude wurden rund 5.200 Vollverdrängungsbohrpfähle hergestellt. Die Pfähle erreichen Längen von 15 bis 16 m und übertragen die Lasten der späteren Bauwerke in tragfähige Bodenschichten.
Gründung für Hallen und Technikgebäude
Für die Gründungsarbeiten kamen Fundex-Pfähle in unterschiedlichen Durchmessern zum Einsatz. Die Tiefgründung wurde auf die Anforderungen der Konverterhallen, Betriebsgebäude und technischen Anlagen abgestimmt. Die Pfähle bilden die Grundlage für die Lastabtragung der Bauwerke und schaffen die Voraussetzungen für die anschließenden Hochbauarbeiten auf dem Konvertergelände.
Arbeiten zwischen Trasse und Küstenlandschaft
Die Arbeiten erfolgten im Umfeld der neuen Höchstspannungsverbindung und der bestehenden Energieinfrastruktur in Ostfriesland. Neben den Baugrundverhältnissen waren die Baustellenlogistik sowie die Abstimmung mit den weiteren Bauabschnitten der Konverterstation zu berücksichtigen. Die Pfahlgründung wurde abschnittsweise ausgeführt und an die Anforderungen des Gesamtprojekts angepasst. In unmittelbarer Nähe des Projektstandorts wurden zuvor weitere Tiefgründungen für Infrastrukturmaßnahmen im Raum Emden hergestellt, darunter Arbeiten an einer Bahnüberführung der B210 sowie an einem Umspannwerksstandort.
Grundlage für die Konverterstation
Noch bevor Umrichter, Schaltanlagen und technische Einrichtungen sichtbar werden, entstehen unter der Geländeoberfläche die Fundamente für die spätere Stromübertragung. Mit der Herstellung von rund 5.200 Vollverdrängungsbohrpfählen wurden die Voraussetzungen für die weiteren Bauabschnitte der Konverterstation geschaffen. Zwischen Küstenlandschaft, Energietrasse und Konverterhalle entsteht damit ein zentraler Abschnitt des Infrastrukturprojekts A-Nord.