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Gründung

Lampertheim
Ultranet

Lampertheim, Deutschland / 10.2023 - 02.2024

Zwischen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg entsteht mit Ultranet eine neue Höchstspannungsverbindung. Die rund 340 km lange 380-kV-Leitung verläuft von Osterath bis Philippsburg und nutzt auf weiten Abschnitten bestehende Trassen. Im Zuge des Ausbaus wurden auf einer Teilstrecke neue Maststandorte hergestellt. Im Auftrag von Powerlines Energy Germany übernahm der PORR Spezialtiefbau Region West die Tiefgründung von 36 Freileitungsmasten. Dafür wurden insgesamt 144 Bohrpfähle hergestellt, die die Lasten der neuen Masten in tragfähige Bodenschichten ableiten.

Bild zeigt die Baustelle aus der Vogelperspektive. Sie ist mitten in der Landsschaft. Im Hintergrund sieht man bereits realisierte Strommasten
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Gründung

Bauzeit

10.2023 - 02.2024

Auftraggeber
Powerlines Energy Germany GmbH

Bohrpfahlgründungen für 380-Kilovolt-Leitung Ultranet

Neue Maststandorte entlang der Trasse

Ultranet verbindet bestehende und neue Leitungsabschnitte zwischen dem hessischen Ried und dem Raum Mannheim. Auf Teilstrecken werden vorhandene Leitungen weiter genutzt, während an anderen Stellen neue Maststandorte entstehen. Zwischen Ried und Bürstadt-Ost werden einzelne Masten ergänzt. Im weiteren Verlauf bis Mannheim-Wallstadt wird eine bestehende Leitungsverbindung abschnittsweise durch neue Bauwerke ersetzt. Die neuen Masten entstehen dabei in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Freileitungstrassen.

Die Arbeiten erfolgten innerhalb bestehender Infrastrukturkorridore und wurden auf die örtlichen Randbedingungen entlang der Trasse abgestimmt. Ein besonderes Augenmerk lag auf den umliegenden Böden und dem Grundwasser. Die Bauausführung wurde so geplant, dass angrenzende Flächen während der Arbeiten geschützt werden konnten. In den Hydrauliksystemen der eingesetzten Geräte kam Bio-Öl zum Einsatz. Noch bevor Leitungen und Isolatoren montiert werden, entstehen tief im Baugrund die Fundamente für die zukünftigen Maststandorte.

144 Bohrpfähle für 36 Masten

Für die Gründung von 31 Masten wurden insgesamt 124 Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 1.200 mm hergestellt. Weitere fünf Masten wurden auf 20 Großbohrpfählen mit einem Durchmesser von 1.500 mm gegründet. Die Bohrpfähle übertragen die Lasten der bis zu rund 58 m hohen Masten in tiefer liegende tragfähige Bodenschichten und bilden die Grundlage für die anschließende Errichtung der Freileitungsmasten.

Arbeiten zwischen Feldern, Wegen und Infrastruktur

Die Maststandorte verteilen sich auf mehrere Einsatzorte in Lampertheim, Viernheim, Wallstadt und Mannheim. Die Arbeiten erfolgten abschnittsweise entlang der Trasse und wurden auf die jeweiligen Randbedingungen vor Ort abgestimmt. Neben den Baugrundverhältnissen waren die Herstellung von Baustraßen, die Zufahrt zu den einzelnen Maststandorten sowie der Transport der Großgeräte zu berücksichtigen. Die Arbeiten wurden mit den Anforderungen der Trassenplanung und den weiteren Bauabschnitten koordiniert.

Tiefgründung entlang der neuen Leitungsverbindung

Für die Herstellung der Großbohrpfähle kamen Bohrgeräte zum Einsatz, die zwischen den einzelnen Standorten entlang der Strecke verlegt wurden. Die Gründungsarbeiten bildeten die Grundlage für die anschließende Montage der Masten. Schritt für Schritt entstanden entlang der Trasse die Fundamente für die neue Leitungsverbindung zwischen Hessen und Baden-Württemberg.

Grundlage für die neue Freileitung

Noch bevor die Leitungen sichtbar den Verlauf der Trasse prägen, entstehen unter der Geländeoberfläche die Fundamente der Maststandorte. Mit der Herstellung von 144 Bohrpfählen, Durchmessern von bis zu 1.500 mm und Gründungen für 36 Masten wurden die Voraussetzungen für einen weiteren Abschnitt der Ultranet-Verbindung geschaffen. Zwischen Lampertheim, Mannheim und dem hessischen Ried entstand damit ein Teil der neuen Nord-Süd-Verbindung.

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.