Hamburg
Wohnquartier Münzviertel
Hamburg, Deutschland / 03.2020 - 08.2022
Im Münzviertel nahe des Hamburger Hauptbahnhofs entstand ein neues Wohnquartier für rund 650 Bewohnerinnen und Bewohner. Auftraggeber waren Nord Project und die Stiftung Azubiwerk. PORR Spezialtiefbau übernahm die Herstellung der rund 5.000 m² großen Baugrube sowie die Pfahlgründung für die vier Gebäude des Quartiers.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Schlüsselfertige Baugruben, Gründung
Bauzeit
03.2020 - 08.2022
Baugrube und Atlaspfahlgründung für ein neues Wohnquartier in Hamburg
Wohnquartier im Hamburger Münzviertel
Das Bauvorhaben befindet sich in innerstädtischer Lage in unmittelbarer Nähe zum Hamburger Hauptbahnhof und angrenzender Wohnbebauung. Für die Neubebauung waren sowohl Baugruben- als auch Gründungsarbeiten erforderlich, die auf die örtlichen Baugrundverhältnisse und die Rahmenbedingungen des Standorts abgestimmt wurden.
Baugrube unter anspruchsvollen Baugrundverhältnissen
Der Baugrund setzte sich aus sandigen und schluffigen Auffüllungen zusammen, die teilweise von Klei unterlagert waren. In tieferen Schichten wurden tragfähige Sande sowie Geschiebemergel angetroffen. Zusätzlich wies das Gelände zwischen Nord- und Südseite einen Höhenunterschied von rund drei Metern auf. Für die Baugrubensicherung kamen unterschiedliche Verbauarten zum Einsatz. Im nördlichen Bereich wurden Trägerbohlwände hergestellt. Zur Sicherung angrenzender Bestandsgebäude entstanden tangierende und rückverankerte Bohrpfahlwände.
Trogbaugrube mit Dichtwand und Schlitzwand
Im südlichen Projektbereich wurde die Baugrube als Trogbaugrube ausgeführt. Dort kamen Dichtwände mit eingestellten Spundwänden zum Einsatz. In Bereichen mit erhöhten Lasten aus angrenzenden Bestandsgebäuden wurden zusätzlich rund 1.600 m² Ortbetonschlitzwand mit Wandstärken von bis zu 80 cm hergestellt. Die Baugrubenwände wurden anschließend durch Verpressanker rückverankert.
650 Atlaspfähle für die Tiefgründung
Für die Gründung der vier Gebäude wurden insgesamt 650 Atlaspfähle mit Längen zwischen 10 m und 24 m hergestellt. Während der Aushubarbeiten wurden im Baugrund zahlreiche Bestandsfundamente und Altpfähle freigelegt. Da diese im Boden verblieben, wurde die Pfahlplanung projektbegleitend an die tatsächlich vorgefundenen Verhältnisse angepasst. Die Atlaspfähle wurden anschließend zwischen den vorhandenen Gründungselementen hergestellt.
Spezialtiefbau für innerstädtischen Wohnungsbau
Die Kombination aus Baugrubenverbau, Dichtwand, Schlitzwand und Atlaspfahlgründung bildete die Grundlage für die Realisierung des neuen Wohnquartiers im Hamburger Münzviertel. Planung und Ausführung wurden dabei auf die vorhandene Bebauung sowie die Baugrundverhältnisse des Standorts abgestimmt.
Grundlage für die Neubebauung des Quartiers
Mit der Herstellung der Baugrube und der Pfahlgründung wurden die Voraussetzungen für die Errichtung der vier Gebäude geschaffen. Die ausgeführten Spezialtiefbauarbeiten bilden die Grundlage für das Wohnquartier im Münzviertel nahe des Hamburger Hauptbahnhofs.