Altenburg
ZentralklÀranlage Altenburg
Altenburg, Deutschland / 01.2021 - 07.2023
Die ZentralklĂ€ranlage Altenburg wurde um neue Bauwerke und Anlagentechnik erweitert. Im Mittelpunkt des Projekts standen neue Anlagen zur KlĂ€rschlammbehandlung sowie die dafĂŒr erforderlichen Ingenieurbauwerke. Als Generalunternehmer ĂŒbernahm der PORR Ingenieurbau Berlin die UmrĂŒstung und Erweiterung der Anlage. Zum Leistungsumfang gehörten Spezialtiefbauarbeiten fĂŒr die GrĂŒndung neuer Bauwerke, Erd- und Landschaftsbau, Betonbau, Ausbauarbeiten sowie die Herstellung und Inbetriebnahme der neuen Anlagentechnik. Die Werkplanung wurde durch die pde Integrale Planung GmbH unterstĂŒtzt.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR GmbH & Co. KGaA
Projektart
Ver-und Entsorgung
Bauzeit
01.2021 - 07.2023
Neue Infrastruktur fĂŒr die KlĂ€rschlammbehandlung
Die bestehende KlĂ€ranlage wurde um mehrere Bauwerke erweitert. Dazu gehören ein GrobrechengebĂ€ude mit Schneckenpumpwerk, ein VorklĂ€rbecken, zwei FaultĂŒrme, eine Anlage zur Gasaufbereitung, ein KlĂ€rgasspeicher, ein Maschinenhaus sowie weitere Schacht- und Rohrleitungsbauwerke. ZusĂ€tzlich entstanden AuĂenanlagen, BetriebsflĂ€chen sowie technische Einrichtungen zur Einbindung der neuen Anlagenteile in den bestehenden KlĂ€rwerksstandort. Noch bevor die technischen Anlagen in Betrieb gehen konnten, entstanden die Fundamente, SchĂ€chte, Bauwerke und Rohrleitungen fĂŒr die spĂ€tere Abwasser- und KlĂ€rschlammbehandlung.
17 Meter hohe FaultĂŒrme und ein KlĂ€rgasspeicher
Zu den markanten Bauwerken der Erweiterung gehören zwei FaultĂŒrme mit jeweils rund 17 m Höhe, 14 m Durchmesser und einem Nutzvolumen von jeweils 2.100 mÂł. ErgĂ€nzt werden sie durch einen KlĂ€rgasspeicher mit einem Durchmesser von 18 m, einer Höhe von 12 m und einem Fassungsvermögen von rund 2.400 mÂł. Die FaultĂŒrme wurden aus Stahlplatten auf der Baustelle zusammengesetzt und bilden einen zentralen Bestandteil der neuen Anlagentechnik.
Ingenieurbau zwischen BehÀltern, SchÀchten und Rohrleitungen
Neben den BehĂ€lterbauwerken gehörten zahlreiche weitere Ingenieurbauwerke zum Projekt. Dazu zĂ€hlen ein rund 220 m langer Rohrvortrieb, zwei EntspannungsschĂ€chte mit Einhausungen fĂŒr die Fotooxidationsanlagen, ein BetriebsgebĂ€ude mit Pultdach, eine Dosierstation mit Aussichtsturm sowie weitere Schacht- und Rohrleitungsanlagen. Die verschiedenen Bauwerke wurden abschnittsweise hergestellt und mit den bestehenden Anlagen der KlĂ€ranlage verbunden.
Bauen auf engem Baufeld im laufenden Anlagenbetrieb
Die Arbeiten fanden innerhalb einer bestehenden KlĂ€ranlage statt, die wĂ€hrend der Bauzeit weiterhin betrieben wurde. FĂŒr die Herstellung des neuen VorklĂ€rbeckens wurde das anfallende Abwasser zeitweise ĂŒber eine temporĂ€re Heberleitung vom Sandfang direkt zu den Belebungsbecken gefĂŒhrt. Die einzelnen Bauabschnitte wurden dabei mit den betrieblichen AblĂ€ufen der KlĂ€ranlage abgestimmt. Zwischen bestehenden Bauwerken, neuen BehĂ€ltern, Rohrleitungen und technischen Anlagen entstand Schritt fĂŒr Schritt die Erweiterung der ZentralklĂ€ranlage.
Grundlage fĂŒr die erweiterten Anlagen
Mit der Fertigstellung der neuen Bauwerke entstanden die Voraussetzungen fĂŒr die Nutzung der erweiterten Anlagentechnik in Altenburg. Noch bevor die technischen Prozesse im tĂ€glichen Betrieb sichtbar werden, entstanden TiefgrĂŒndungen, Rohrleitungen, BehĂ€lter und BetriebsgebĂ€ude als Grundlage der erweiterten KlĂ€ranlage. Zwischen Bestand und Neubau entwickelte sich so ein weiterer Abschnitt der Infrastruktur fĂŒr die Abwasserbehandlung in Altenburg.