Erweiterungsbau des Amtsgerichts Gütersloh erfolgreich abgenommen
Gütersloh, / Hochbau
Der Erweiterungsbau des Amtsgerichts Gütersloh ist erfolgreich abgeschlossen: Ende April 2026 nahm der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW das Gebäude ab. Der PORR Hochbau West setzte das Projekt als Generalunternehmer in nur 18 Monaten um. Denkmalschutzauflagen sowie der laufende Gerichtsbetrieb stellten hohe Anforderungen an die Bauabläufe. Dennoch konnte der ambitionierte Zeitplan nicht nur gehalten, sondern in wesentlichen Teilen unterschritten werden.
Nach Abschluss der Fassadenarbeiten im Oktober 2025 lag der Fokus bis zur Übergabe auf dem Innenausbau, der technischen Gebäudeausrüstung sowie der Installation der Erdwärmepumpe. Parallel wurde die barrierefreie Ausstattung fertiggestellt. Dazu zählen unter anderem taktile Leitsysteme, akustische Hörschleifen in den Sitzungssälen, taktile Beschilderungen sowie akustische Warnsysteme.
Mit der Fertigstellung stehen dem Amtsgericht rund 2.350 Quadratmeter zusätzliche Fläche zur Verfügung. Künftig können alle Außenstellen an einem zentralen Standort gebündelt werden. Der viergeschossige Stahlbetonbau schließt an die Stirnseite des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes aus dem Jahr 1959 an. Seine gerasterte Architekturbetonfassade mit teilweise gelochten Elementen vor den Treppenhäusern greift die charakteristische Formensprache des Bestands auf und interpretiert sie zeitgemäß.
Kollaborative Planung als Erfolgsfaktor
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die termingerechte Umsetzung war der konsequente Einsatz des Last-Planner-Systems. Dieses bindet alle Projektbeteiligten, von der Bauleitung bis zu den ausführenden Gewerken, eng in die Planung ein und ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen sowie Vermeiden von Engpässen. „Bauen ist ein Teamsport. Bei diesem Projekt hat sich erneut gezeigt, dass die Wirksamkeit von Planungsmethoden maßgeblich von den Menschen abhängt, die sie mit Leben füllen“, fasst Oberbauleiter Jan Stuhrmann zusammen.