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Schlüsselfertige Baugruben

Leipzig
Alte Messe

Leipzig, Deutschland / 2025

Auf dem Gelände der Alten Messe Leipzig wird die denkmalgeschützte Messehalle 12 schrittweise zu einem neuen Büro-, Archiv- und Innovationsstandort umgebaut. Mit dem dritten Bauabschnitt erreicht die Entwicklung des rund 200 m langen Gebäudekomplexes ihre finale Phase. Für die Spezialtiefbauarbeiten erhielt der PORR Spezialtiefbau Region Ost gemeinsam mit der S&S Baugesellschaft den Auftrag zur Herstellung und Sicherung der Baugrube. Die Arbeiten erfolgen innerhalb eines historischen Bestands, dessen prägende Bauteile auch künftig erhalten bleiben. Noch bevor die neuen Nutzungen Einzug halten, entstehen unter der Geländeoberfläche die Grundlagen für die weiteren Bauabschnitte.

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Schlüsselfertige Baugruben

Bauzeit

2025

Auftraggeber
LGH Leipziger Gewerbehof GmbH & Co. KG

Baugruben- und Bestandssicherung für die Messehalle 12 in Leipzig

Historische Messehalle im Wandel

Die Messehalle 12 zählt zu den markanten Bauwerken der Alten Messe Leipzig. Neben dem Doppel-M-Tor prägt die goldene Spitze mit dem roten Stern das Erscheinungsbild des ehemaligen Messegeländes. Im Zuge der Umnutzung bleibt ein Teil der historischen Tragstruktur erhalten. Entsprechend den Vorgaben des Denkmalschutzes werden der nördliche und südliche Portikus sowie acht Rahmen des ursprünglichen Haupttragwerks weitergeführt. Die dreischiffige, genietete Stahlkonstruktion stammt aus dem Jahr 1924 und bildet weiterhin einen Teil des Bauwerks. Bereits im ersten Bauabschnitt wurde der nördliche Kopfbau saniert und zum Stadtarchiv umgebaut. Im zweiten Bauabschnitt entstanden neue Büro- und Archivflächen. Daran schließt nun der Neubau eines Innovationszentrums für Unternehmen aus dem Bereich Biotechnologie an.

Baugrube für den dritten Bauabschnitt

Für den Neubau wird die Baugrube abschnittsweise bis zu 4,8 m tief hergestellt. Große Bereiche werden geböscht ausgeführt. In Teilbereichen kommt zusätzlich ein eingespannter Trägerbohlverbau zum Einsatz. Dieser sichert Bereiche, in denen technische Bauwerke über die Bauflucht des Neubaus hinausreichen. Die Baugrubenherstellung bildet die Grundlage für die anschließenden Rohbauarbeiten des Innovationszentrums.

DSV-Unterfangungen für den historischen Bestand

Eine zentrale Aufgabe des Spezialtiefbaus bestand in der Sicherung und Unterfangung der denkmalgeschützten Bestandskonstruktionen. Entlang des Portikus wurden rund 1.400 m³ Düsenstrahlkörper hergestellt. Sie bilden die Grundlage für die Unterfangung der bestehenden Bauwerksbereiche. Ergänzend kamen Stahlgurtungen und insgesamt 35 Litzenanker zum Einsatz. In Abschnitten ohne Verankerungsmöglichkeit wurde die Lastabtragung über eine zusätzliche Aussteifungskonstruktion sichergestellt.

Arbeiten zwischen Neubau und Denkmalbestand

Neben den Portikusbereichen wurden auch die historischen Einzelfundamente der erhaltenen Stahlrahmen in die Bauarbeiten einbezogen. Die Fundamente wurden mittels DSV-Unterfangungen angepasst. Die Arbeiten erfolgten abschnittsweise und wurden auf die vorhandenen Bauwerksstrukturen sowie die Vorgaben des Denkmalschutzes abgestimmt. Schritt für Schritt entstand so die Verbindung zwischen historischem Bestand und den neuen Bauwerken innerhalb des Areals.

Grundlage für das Innovationszentrum

Noch bevor die neuen Gebäude sichtbar werden, entstehen unter der Oberfläche Baugruben, Unterfangungen und Gründungselemente für die nächsten Bauabschnitte. Mit der Herstellung der Baugrubensicherung und der DSV-Unterfangungen wurden die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Messehalle 12 geschaffen. Zwischen historischer Industriekultur und neuen Nutzungen entsteht damit ein weiterer Abschnitt der Alten Messe Leipzig.

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.