Berlin
Heizkraftwerk Schöneweide
Berlin, Deutschland / 04.2021 - 09.2021
Auf dem Gelände des Heizkraftwerks Schöneweide im Südosten Berlins errichtete die BTB Blockheizkraftwerks-, Träger- und Betreibergesellschaft mbH ein neues Maschinenhaus. Das Gebäude dient der Aufnahme der Anlagentechnik sowie der Trafostation für zwei Flusswasser-Großwärmepumpen. Die PORR Spezialtiefbau Niederlassung Berlin führte die Gründungsarbeiten für den Neubau aus.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Gründung
Bauzeit
04.2021 - 09.2021
Pfahlgründung für das neue Maschinenhaus im Heizkraftwerk Schöneweide
Bestandteil eines Ausbaus der Fernwärmeinfrastruktur
Das neue Maschinenhaus ist Teil eines Ausbauvorhabens des Fernwärmenetzes in Berlin-Schöneweide. Die Anlage ist für eine Vorlauftemperatur von bis zu 90 °C ausgelegt und soll eine thermische Leistung von rund 7 MW bereitstellen. Künftig wird die Wasserpumpenanlage gemeinsam mit vier KWK-Gasmotoren sowie einer Power-to-Heat-Anlage den bestehenden Anlagenpark am Standort ergänzen. Nach Angaben des Betreibers dient die Erweiterung der Fernwärmeversorgung im Südosten Berlins und ist auf die Versorgung von rund 100.000 Haushalten ausgelegt. Die Hauptbetriebszeit der Anlage ist für die wärmeren Monate zwischen Frühjahr und Herbst vorgesehen, wenn die Temperaturbedingungen der Spree den Betrieb ermöglichen.
HLV-Pfähle für die Gründung des Maschinenhauses
Für die Gründung des Neubaus kamen insgesamt 62 Hochleistungs-Verdrängungspfähle (HLV-Pfähle) System Stump mit einem Durchmesser von 170 mm und Pfahllängen von bis zu 10 m zum Einsatz. Die Fertigrammpfähle aus duktilen Gusseisenrohren werden über Gusseisenmuffen auf die erforderliche Länge verbunden, anschließend in den Baugrund eingebracht und mit Zementmörtel verfüllt. Das gewählte Gründungssystem wurde auf die Baugrundverhältnisse und die Anforderungen des Bauwerks abgestimmt.
Gründung auf locker gelagerten Sanden
Der Baugrund auf dem Projektgelände bestand überwiegend aus locker gelagerten Sanden. Teilweise lagen Bereiche mit kontaminiertem Boden vor. Das eingesetzte Verdrängungspfahlverfahren arbeitet ohne Förderung des anstehenden Bodens während der Pfahlherstellung. Dadurch fallen im Herstellungsprozess der Pfähle keine zusätzlichen Bodenaushubmengen an. Gleichzeitig führt die Verdrängung des Bodens zu einer Verdichtung des umliegenden Baugrunds. Mit insgesamt 62 HLV-Pfählen entstand die Grundlage für die Lastabtragung des neuen Maschinenhauses.
Grundlage für die technischen Anlagen des Standorts
Mit der Herstellung der Pfahlgründung schuf PORR Spezialtiefbau die Voraussetzungen für die Errichtung des Maschinenhauses auf dem Gelände des Heizkraftwerks Schöneweide. Die Gründung wurde auf die geotechnischen Randbedingungen des Standorts sowie die Anforderungen des Bauwerks abgestimmt und bildet die Grundlage für die Aufnahme der vorgesehenen technischen Anlagen.