Brunsbüttel
LNG-Terminal
Brunsbüttel, Deutschland / 09.2024 - 03.2026
An der Mündung der Elbe in die Nordsee entsteht in Brunsbüttel ein landbasiertes LNG-Terminal. Die Anlage soll künftig den Import von Flüssigerdgas ermöglichen und ist darüber hinaus für die spätere Nutzung von Wasserstoffderivaten vorgesehen. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Errichtung von zwei LNG-Tanks. Unter der Leitung des Generalunternehmers Cobra Sener realisierte die Dach-ARGE aus PORR Spezialtiefbau und König GmbH die Tiefgründung für die Tankanlagen.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Gründung
Bauzeit
09.2024 - 03.2026
Fundamente für die Energieinfrastruktur
Bevor die späteren Tankbauwerke sichtbar werden, entsteht ihre Grundlage tief im Baugrund. Insgesamt wurden mehr als 5.800 Fundex-Pfähle mit Durchmessern von 44/56 cm und Längen von rund 23 m hergestellt. Die Pfähle übertragen die Lasten der zukünftigen LNG-Tanks in die tiefer liegenden tragfähigen Bodenschichten und bilden die Grundlage für die anschließenden Hoch- und Anlagenbauarbeiten.
Pfahlgründung im Küstenboden
Die Arbeiten fanden in unmittelbarer Nähe zur Elbe unter den geologischen Bedingungen der norddeutschen Küstenlandschaft statt. Unterhalb der vorbereiteten Arbeitsebene lagen bis zu 19 m mächtige Kleischichten, bevor tragfähige Sandlagen erreicht wurden. Diese Baugrundverhältnisse bestimmten die Anforderungen an die Tiefgründung. Zeitweise waren bis zu acht Bohrgeräte parallel im Einsatz und arbeiteten sich Schritt für Schritt durch die unterschiedlichen Bodenschichten.
Tausende Pfähle für zwei Tankanlagen
Für die Tiefgründung kamen Fundex-Pfähle zum Einsatz. Das Verfahren arbeitet mit vollständiger Bodenverdrängung und wurde für die Gründung der LNG-Tanks verwendet. Vor Beginn der Serienfertigung wurden Probebelastungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage erfolgte anschließend die Herstellung von mehr als 5.800 Pfählen, die heute das Tragwerk unter den späteren Tankanlagen bilden.
Arbeiten auf einem großflächigen Baufeld
Zwischen Anlieferung, Bewehrung, Betonage und Bohrarbeiten entstand auf dem Terminalgelände ein eng abgestimmter Bauablauf. Täglich wurden Bewehrungskörbe angeliefert, vorbereitet und in die laufenden Arbeiten integriert. Parallel dazu liefen die Pfahlherstellung und die weiteren vorbereitenden Arbeiten für die nachfolgenden Bauabschnitte.
Für die Baustelle galten projektspezifische Arbeits- und Sicherheitsabläufe. Hierzu gehörten getrennte Wegeführungen für Fahrzeuge und Personen, zusätzliche persönliche Schutzausrüstung sowie technische Warn- und Informationssysteme auf dem Baufeld. Darüber hinaus bestanden besondere Vorgaben für Arbeiten mit potenziellen Zündquellen. Bei der Bearbeitung der Bewehrungskörbe kamen elektrohydraulische Schneidverfahren zum Einsatz. Die Arbeitsabläufe wurden an die Anforderungen des Terminalstandorts und die vorgesehenen Betriebsbedingungen angepasst.
Grundlage für die nächsten Bauabschnitte
Mit der Fertigstellung der Tiefgründung entstanden die Voraussetzungen für die anschließenden Arbeiten an den LNG-Tanks. Damit wurde ein wesentlicher Bauabschnitt für die weitere Entwicklung des Standorts Brunsbüttel vorbereitet. Noch bevor die späteren Bauwerke das Bild des Terminals prägen, entstand unter der Oberfläche die Grundlage für einen der zentralen Bereiche der Anlage.