Dörenthe
Neubau Wasserwerk
IbbenbĂŒren, Deutschland / 10.2020 - 11.2020
Im Tecklenburger Land entsteht mit dem Neubau des Wasserwerks Dörenthe eine neue Anlage zur Wasseraufbereitung. Das Projekt ersetzt Bestandsbauwerke aus den 1950er-Jahren, die wÀhrend des laufenden Betriebs nicht erweitert oder grundlegend umgebaut werden konnten. Als Teil einer Arbeitsgemeinschaft erhielt der PORR Spezialtiefbau den Auftrag zur Herstellung der horizontalen Baugrubenabdichtung in Form einer Weichgel-Injektionssohle innerhalb einer bereits vorhandenen Spundwandbaugrube.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Dichtsohle, Planung
Bauzeit
10.2020 - 11.2020
Weichgel-Injektionssohle fĂŒr Trogbaugrube
Neues Wasserwerk fĂŒr das Tecklenburger Land
Der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) entschied sich fĂŒr den Neubau des Wasserwerks mit einer neuen Wasseraufbereitungsanlage in Dörenthe, einem Ortsteil der Stadt IbbenbĂŒren. ErgĂ€nzend wurde am Dortmund-Ems-Kanal eine Wassergewinnungsanlage errichtet. Das dort entnommene OberflĂ€chenwasser wird in der neuen Aufbereitungsanlage behandelt, durch Bodenschichten filtriert und anschlieĂend fĂŒr die Trinkwasserversorgung bereitgestellt. Noch bevor die spĂ€teren AnlagengebĂ€ude sichtbar werden, entstand unter der GelĂ€ndeoberflĂ€che die Grundlage fĂŒr die Bauwerke der Wasseraufbereitung.
Trogbaugrube unter Grundwasserbedingungen
FĂŒr die GrĂŒndung der Wasseraufbereitungsanlage sowie einer Reinwasserkammer mit einem Fassungsvermögen von rund 1.200 mÂł wurde eine etwa 5 m tiefe Trogbaugrube hergestellt. Da das Grundwasser hoch anstand, war eine zusĂ€tzliche horizontale Abdichtung der Baugrubensohle erforderlich. Die Abdichtung erfolgte innerhalb der bereits vorhandenen SpundwandumschlieĂung durch eine Weichgel-Injektionssohle. Die Baugrube bildete die Grundlage fĂŒr die nachfolgenden Rohbauarbeiten der Wasseraufbereitungsanlage.
Weichgel-Injektionssohle fĂŒr die Baugrubenabdichtung
FĂŒr die horizontale Abdichtung kam das Injektionssystem Stump-Silitight 69 zum Einsatz. FĂŒr das Verfahren liegt eine allgemeine Bauartgenehmigung des Deutschen Instituts fĂŒr Bautechnik (DIBt) vor. Die Injektionssohle wurde auf einer FlĂ€che von rund 1.068 mÂČ hergestellt. Insgesamt waren 514 Injektionspunkte im Injektionsplan vorgesehen. Die Planung der Abdichtung erfolgte durch die PORR Spezialtiefbau Planung GmbH. Ăber mehrstufige Injektionslanzen wurde das Weichgel in den Baugrund eingebracht und die Baugrubensohle abschnittsweise hergestellt.
Planung unter der GelÀndeoberflÀche
Die Erstellung des Injektionsplans erfolgte durch die PORR Spezialtiefbau Planung GmbH. Dabei wurden BaugrundverhĂ€ltnisse, Geometrie der Baugrube sowie die Anforderungen der spĂ€teren Wasseraufbereitungsanlage berĂŒcksichtigt. Injektionspunkte, BohransĂ€tze, Injektionsmengen und Herstellungsreihenfolgen wurden dabei auf die Baugrubengeometrie abgestimmt. Die Weichgelsohle bildet gemeinsam mit der vorhandenen Spundwand die Abdichtung der Baugrube gegenĂŒber dem anstehenden Grundwasser.
Arbeiten im Zusammenspiel von Wassergewinnung und Aufbereitung
Die Bauarbeiten fanden innerhalb eines Standorts statt, an dem Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und spĂ€tere Anlagenbauwerke miteinander verbunden werden. Baugrube, Abdichtung und spĂ€tere Hochbauarbeiten wurden dabei abschnittsweise aufeinander abgestimmt. Schritt fĂŒr Schritt entstand so die Grundlage fĂŒr die neue Wasseraufbereitungsanlage in Dörenthe.
Grundlage fĂŒr die neuen Anlagen
Noch bevor die spĂ€teren GebĂ€ude und technischen Anlagen sichtbar werden, entstand unter der OberflĂ€che die Abdichtung fĂŒr die Baugrube der Wasseraufbereitung. Mit der Herstellung der Weichgel-Injektionssohle wurden die Voraussetzungen fĂŒr die weiteren Bauabschnitte des Neubaus geschaffen. Zwischen Dortmund-Ems-Kanal, Wassergewinnung und Aufbereitungsanlage entstand damit ein weiterer Abschnitt der Wasserversorgungsinfrastruktur im Tecklenburger Land.