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Brückenbau

Wiesbaden
Salzbachtalbrücke A66

Wiesbaden, Deutschland / 02.2019 - 06.2025

Zwischen Taunus und Rhein überspannt die 304 m lange Salzbachtalbrücke das Tal der Salzbach im Verlauf der Bundesautobahn A66. Die Strecke verbindet Wiesbaden über das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt am Main und bildet einen wichtigen Abschnitt der regionalen Verkehrsinfrastruktur. Nach jahrzehntelanger Nutzung wurde das bestehende Bauwerk durch einen Ersatzneubau ersetzt. Mit dem Neubau wurde die ARGE PORR / Plauen Stahl Technologie GmbH (PST) beauftragt. Das Projekt umfasst zwei neue Stahlverbundbrücken mit sechs Stahlbetonpfeilern und vier Widerlagern sowie eine weitere Stahlbetonbrücke über die eingleisige Aartalbahn. Die Gründungsarbeiten wurden vom PORR Spezialtiefbau ausgeführt. Die neuen Brückenbauwerke berücksichtigen bereits die Anforderungen eines künftig vorgesehenen sechsstreifigen Ausbaus der A66. Darüber hinaus entstehen drei Regenrückhaltebecken als Bestandteil des neuen Entwässerungssystems.

Blick aus der Luft auf eine Brücke, über die vereinzelte Autos fahren.
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

ARGE PORR / Plauen Stahl Technologie GmbH (PST)

Projektart

Brückenbau

Bauzeit

02.2019 - 06.2025

Von der Sprengung zum Neubau einer Talquerung

Nach der Havarie eines Teilbauwerks im Juni 2021 erfolgte der Rückbau der bestehenden Brücke durch Sprengung. Anschließend wurden die Trümmer, rund 15.000 t Abbruchmaterial aus Beton und Stahl, des Bauwerks zurückgebaut und das Baufeld für den Neubau vorbereitet. Dabei mussten die angrenzenden Verkehrswege, Bahnanlagen und technischen Einrichtungen berücksichtigt werden. Bereits wenige Wochen nach dem Rückbau begannen die Arbeiten an den Fundamenten, Widerlagern und Pfeilern der neuen Brücke. Die Gründungsarbeiten wurden durch den PORR Spezialtiefbau ausgeführt. Hierfür kamen insgesamt 186 Bohrpfähle mit Durchmessern von 120 cm und 150 cm sowie Tiefen von bis zu 48 m zum Einsatz.

Stahlverbundbrücke über dem Salzbachtal

Der Ersatzneubau besteht aus zwei Teilbauwerken für die jeweiligen Fahrtrichtungen. Die Stahlkonstruktion wurde abschnittsweise hergestellt und über mehrere Taktschübe in ihre endgültige Lage gebracht. Bereits der erste Stahlabschnitt war rund 100 m lang und wog etwa 940 t. Weitere Brückenteile folgten schrittweise bis zum vollständigen Brückenschlag. Unterhalb der Brücke wurden außerdem Geländemodellierungen, Entwässerungsanlagen und weitere begleitende Infrastrukturmaßnahmen ausgeführt.

Bauen zwischen Autobahn, Bahn und Stadt

Die Arbeiten erfolgten im unmittelbaren Umfeld von Autobahn, Bahnstrecke und städtischer Infrastruktur. Neben den eigentlichen Brückenbauwerken mussten die Bauabläufe mit den Arbeiten an den Bahnanlagen, Verkehrswegen und Entwässerungsanlagen abgestimmt werden. Pfeiler, Überbauten, Fundamente und Regenrückhaltebecken entstanden dabei in mehreren aufeinanderfolgenden Bauabschnitten innerhalb des Salzbachtals.

Sehen Sie weitere Bilder und Videos zum Projekt:

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.