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Planung

Hamburg
Sanierung Kaimauer am Zollkanal

Hamburg, Deutschland / 01.2021 - 07.2021

Die historische Kaimauer am Zollkanal ist rund 130 Jahre alt und liegt innerhalb der Kernzone des Weltkulturerbes „Hamburger Speicherstadt“. Infolge des Tideeinflusses und der langjährigen Nutzung sind erhebliche Schäden in Form von Rissen und Verformungen entstanden. 

© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau Planung GmbH

Projektart

Planung

Bauzeit

01.2021 - 07.2021

Auftraggeber
PORR Spezialtiefbau GmbH

Sichere Sanierung einer historischen Kaimauer mit digitaler Lösung

Die Folge: Die Gurtung der wasserseitigen Holzspundwand ist an vielen Stellen nicht mehr vorhanden, so dass es landseitig wiederholt zu Sackungen kam.

Sanierung individuell geplant

Die Sanierung sieht eine Rückverankerung mit Mikropfählen vor, die zunächst an der alten Kaimauer befestigt wird. Die  Ausführungsplanung und -statik wurde von dem Expertenteam der Spezialtiefbau Planung erstellt. Nach dem Herstellen der Bohrlöcher werden die Probebelastungen an den Bauwerkspfählen und die Abnahmeprüfungen zum Schutz der Kaimauer durchgeführt. Mithilfe eines von PORR geplanten, speziell angefertigten Bohrgerüstes, das auf die Kaimauer aufgelegt wird, kann die Sanierung sicher umgesetzt werden.

Mikropfähle mit Muffenkopplung

Nach Fertigstellung der schrägen Mikropfähle soll bauseitig eine neue Spundwand wasserseitig vor die alte Kaimauer gerammt werden. Danach lassen sich die Mikropfähle mittels Muffenkopplung in Richtung Wasserseite verlängern und in einem bauseitig geplanten Gurt an der Spundwand verankern. Abschließend wird bauseitig ein Kaikopf aus Stahlbeton mit Vormauerschale aufgesetzt, der das alte Erscheinungsbild wiederherstellen soll.

3D-Modell für hohe Transparenz, sichere Ausführung und optimales Teamwork

Sowohl der Fernwärmetunnel im Bestand als auch die Anker des gegenüberliegenden St. Annen-Fleets ragten in den Bereich des zur Rückverankerung herangezogenen Baugrundes hinein. Die anspruchsvolle Aufgabenstellung, auch im Zusammenspiel der Gewerke, konnte durch das 3D-Modell der Planung erleichtert werden, Kollisionen wurden vermieden.