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Landesstraße

Marl-Polsum
Wirtschaftswege

Marl, Deutschland / 02.2025 - 03.2025

Für die Stadt Marl sanierte der PORR Verkehrswegebau mehrere Wirtschaftswege im Stadtteil Polsum. Dabei kam eine hydraulisch gebundene Tragschicht (HGT) zum Einsatz. Vorhandenes Material aus dem Straßenoberbau wurde direkt vor Ort aufbereitet und für den neuen Aufbau weiterverwendet. Durch die Wiederverwendung des vorhandenen Materials werden im Vergleich zu einem vollständigen Austausch des Straßenaufbaus weniger neues Baumaterial sowie weniger Materialtransporte und Entsorgungsvorgänge benötigt.

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Verkehrswegebau GmbH

Projektart

Landesstraße

Bauzeit

02.2025 - 03.2025

Auftraggeber
Stadt Marl

Sanierung von Wirtschaftswegen in Marl-Polsum

Wichtige Wege für Polsum

Polsum liegt im Südwesten von Marl und ist landwirtschaftlich geprägt. Wirtschaftswege und Zufahrtsstraßen erschließen die umliegenden Flächen und sind zugleich Teil des überregionalen Radwegenetzes.

Arbeiten unter beengten Bedingungen

Die Sanierungsarbeiten wurden zwischen Februar und April 2025 durch die Niederlassung Münster/Dortmund ausgeführt. Die schmalen und teilweise von Bäumen gesäumten Wege stellten besondere Anforderungen an die Ausführung. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, die angrenzenden Baumwurzeln nicht zu beschädigen.

Vorhandenes Material direkt aufbereitet

Für die Sanierung wurde das abgefräste Material des bestehenden Straßenoberbaus direkt auf der Baustelle zerkleinert und aufbereitet. Unter Zugabe von Wasser und dem Zementbindemittel NovoCrete® ST 98 wurde das Material anschließend verfestigt. Aus dem aufbereiteten Material entstand eine hydraulisch gebundene Tragschicht für den neuen Straßenaufbau. Das vorhandene Material konnte dadurch unmittelbar wiederverwendet werden und verblieb auf der Baustelle.

Weniger Transporte durch In-situ-Verfahren

Bei einer konventionellen Sanierung wird Material aus dem bestehenden Straßenoberbau abgetragen und entsorgt oder teilweise recycelt. Beim in Marl-Polsum eingesetzten In-situ-Verfahren wurde das aufbereitete Material dagegen direkt in die neue Tragschicht eingebunden. Dadurch reduzierten sich der Bedarf an neuem Baumaterial sowie der Aufwand für Materialtransport und Entsorgung.

Asphaltierung nach 24 Stunden

Nach der Verfestigung wurde die hydraulisch gebundene Tragschicht maschinell profiliert und verdichtet. Bereits nach 24 Stunden konnte darauf asphaltiert und der neue Oberbelag hergestellt werden. Aufgrund der hohen Tragfähigkeit der HGT-Schicht wurde dabei weniger Asphaltmischgut benötigt.

Verbindungen für Landwirtschaft und Radverkehr erhalten

Mit der Sanierung wurden wichtige Wirtschaftswege und Zufahrtsstraßen in Polsum instand gesetzt. Damit blieben sowohl die Verbindungen für die land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen als auch Wege des überregionalen Radwegenetzes erhalten.