Konstanz
Parkhaus
Konstanz, Deutschland / 2024
Direkt am Bodensee entsteht mit dem Parkhaus Europabrücke ein neues Mobilitätsbauwerk im Stadtgebiet von Konstanz. Das Parkhaus wird auf einer Grundfläche von rund 77 × 33 m errichtet und bietet künftig Platz für 745 Pkw sowie 150 Fahrräder. Für die Tiefgründung des Bauwerks erhielt der PORR Spezialtiefbau im Auftrag der Goldbeck Süd GmbH den Auftrag zur Herstellung der Pfahlgründung.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Gründung
Bauzeit
2024
22 Meter tiefe Atlaspfähle gründen das Parkhaus Europabrücke am Bodensee
Auf der rechtsrheinischen Seite der Europabrücke entsteht ein mehrgeschossiges Parkhaus mit insgesamt 17 Halbgeschossen. Das Bauwerk bildet einen Bestandteil der Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Konstanz. Noch bevor Stellplätze, Verkehrsflächen und Erschließungsbereiche genutzt werden können, entsteht die Grundlage des Parkhauses tief unter der Geländeoberfläche.
Atlaspfähle am Bodensee
Die Baugrundverhältnisse rund um den Bodensee stellen besondere Anforderungen an die Gründung von Bauwerken. In Konstanz besteht der Untergrund aus stark wasserhaltigem und setzungsempfindlichem Seeton, dessen Tragfähigkeit für die geplanten Lasten nicht ausreicht. Für die Tiefgründung wurden daher insgesamt 210 Atlaspfähle mit einem Durchmesser von 46 cm und einer Länge von rund 22 m hergestellt. Die Pfähle übertragen die Lasten des späteren Parkhauses in tiefer liegende tragfähige Bodenschichten und bilden die Grundlage für die anschließenden Hochbauarbeiten.
Gründung auf anspruchsvollem Baugrund
Vor Beginn der Hauptarbeiten wurden statische Probebelastungen durchgeführt. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für die Bemessung der Pfahlgründung. Zusätzlich mussten Hindernisse im Baugrund berücksichtigt werden. Die Gründung wurde auf die geologischen Randbedingungen des Standorts sowie die Anforderungen des späteren Bauwerks abgestimmt. Für die Planung der Pfahlgründung und die Probebelastungen waren die PORR Spezialtiefbau Planung sowie die hauseigene Messtechnik beteiligt.
Bauen im Umfeld der Europabrücke
Die Atlaspfähle wurden im Vollverdrängungsverfahren hergestellt. Durch die Herstellung der Pfähle entstand Schritt für Schritt die Grundlage für das neue Parkhaus unmittelbar am Verkehrsraum der Europabrücke. Die Arbeiten erfolgten innerhalb eines städtischen Umfelds sowie unter den geologischen Bedingungen des Bodenseeraums.
Grundlage für das neue Parkhaus
Noch bevor Fahrzeuge die Stellplätze nutzen können, entstanden unter der Oberfläche die Fundamente des neuen Bauwerks. Mit der Herstellung der 210 Atlaspfähle wurden die Voraussetzungen für den anschließenden Hochbau geschaffen. Zwischen Bodenseeufer, Europabrücke und Stadtgebiet entsteht damit ein weiteres Mobilitätsbauwerk im Raum Konstanz.