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Bahn-und Straßentunnel

Berlin
Siemensbahn

Berlin, Deutschland / 01.2026 - 01.2029

Die Siemensbahn, ein historisches Wahrzeichen der Berliner Verkehrsinfrastruktur, wird nach ĂŒber 40 Jahren Stillstand reaktiviert. Im Rahmen des Projekts „i2030 – Mehr Schiene fĂŒr Berlin und Brandenburg“ entsteht eine moderne, leistungsfĂ€hige Verbindung zwischen Jungfernheide und Gartenfeld. FĂŒr die Umsetzung setzt die Deutsche Bahn auf das Partnerschaftsmodell Schiene. Die PORR ist Vertragspartnerin fĂŒr Vergabepaket 2 „KIB Neubau“.

Visualisierung Siemensbahn
© DB InfraGO AG

Facts & Figures


Unternehmen

PORR GmbH & Co. KGaA

Projektart

Bahn-und Straßentunnel, BrĂŒckenbau

Bauzeit

01.2026 - 01.2029

Auftraggeber
Deutsche Bahn AG

PORR realisiert wichtigen Schritt fĂŒr die Berliner MobilitĂ€tswende

Bereits 1912/1913 arbeiteten rund 24.000 Menschen in der Siemensstadt – einem der grĂ¶ĂŸten Industriestandorte Berlins. Um die Verkehrsanbindung fĂŒr die Mitarbeitenden von Siemens und die Anwohnenden zu verbessern, wurde 1929 die Siemensbahn eröffnet. Nach den Einschnitten durch den Zweiten Weltkrieg und den im Zuge des Mauerbaus einsetzenden S‑Bahn‑Boykott wurde die Strecke 1980 stillgelegt und blieb jahrzehntelang ungenutzt.

Mit i2030 wird die Verbindung wiederbelebt, um den aktuellen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnissen gerecht zu werden. Mit der Siemensbahn erhĂ€lt der Innovations- und Wohnstandort Siemensstadt Square eine direkte Anbindung an die Ringbahn – mit schnellen AnschlĂŒssen zum Berliner Hauptbahnhof und zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Die Gesamtmaßnahme verlĂ€uft im Nordwesten Berlins auf einer LĂ€nge von rund 4,5 Kilometern: von Westhafen ĂŒber die Jungfernheide durch den Bezirk Charlottenburg und die Siemensstadt bis nach Gartenfeld.

Auftrag „KIB Neubau“

Bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt in der deutschen Hauptstadt verantwortet die ARGE PORR - KEMNA BAU - MCE das Vergabepaket 2 „KIB Neubau“. Es umfasst die Herstellung sĂ€mtlicher Ingenieurbauwerke, darunter EisenbahnbrĂŒcken, Bahnhöfe, FußgĂ€ngertunnel, LĂ€rmschutzwĂ€nde und StĂŒtzbauwerke im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Westhafen und den „Unteren SpreebrĂŒcken“ am Übergang zur bestehenden Hochbahnstrecke sowie im Bereich des Bahnhof Gartenfeld. DarĂŒber hinaus beinhaltet das Paket die Leistungen Erdbau und Tiefbau sowie die Erschließung und die Herstellung der LogistikflĂ€chen fĂŒr die Gesamtmaßnahme.

Partnerschaftsmodell Schiene setzt auf Zusammenarbeit

Beim Projekt Siemensbahn kommt das Partnerschaftsmodell Schiene in der Region Ost zum Einsatz. Das Modell setzt auf integrierte Zusammenarbeit: Planung und Umsetzung erfolgen von Beginn an gemeinsam und fachĂŒbergreifend. So werden Synergien genutzt, QualitĂ€t gesichert und Termine sowie Kosten verlĂ€sslich eingehalten. Ziel ist die effiziente und nachhaltige Wiederanbindung der Strecke zwischen Jungfernheide und Gartenfeld – als Beitrag zu einer modernen und umweltbewussten MobilitĂ€t in der Hauptstadtregion.

PORR CEO Karl-Heinz Strauss bekrĂ€ftig: „Wir sind stolz, unser umfassendes Know-how im Bahnbau bei der Umsetzung dieses wichtigen MobilitĂ€tsprojekts einzubringen. Das Partnerschaftsmodell Schiene beschleunigt die Entwicklung von Infrastrukturprojekten und ermöglicht ein besonders zielgerichtetes gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten.“

Herausfordernde Rahmenbedingungen

Die Arbeiten erfolgen im innerstĂ€dtischen Bereich, teilweise entlang bestehender und in Betrieb befindlicher Gleisanlagen. Dies erfordert eine prĂ€zise Logistikplanung und die DurchfĂŒhrung zahlreicher Leistungen innerhalb enger Sperrpausen der Deutschen Bahn. Hinzu kommen Eingriffe in Bestandsbauwerke mit denkmalpflegerischen Anforderungen sowie Arbeiten im Bereich der Spree. Bereits in der Angebotsphase wurde ein BIM-Modell entwickelt, um die komplexe Logistik frĂŒhzeitig zu berĂŒcksichtigen und eine effiziente Umsetzung sicherzustellen.

Was im BaugeschÀft letztlich zÀhlt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.