Zur Übersicht
Bahn-und Straßentunnel

Berlin
Siemensbahn

Berlin, Deutschland / 01.2026 - 01.2029

Die Siemensbahn verbindet die Berliner Bezirke Jungfernheide und Gartenfeld. Nach ihrer Stilllegung im Jahr 1980 wird die Strecke im Rahmen des Projekts i2030 wieder aufgebaut und an das bestehende S-Bahn-Netz angebunden. Die Verbindung entstand ursprünglich Ende der 1920er-Jahre, um die damaligen Industrie- und Arbeitsstandorte in Siemensstadt an das Berliner Verkehrsnetz anzuschließen. Heute wird die Strecke für die zukünftige Nutzung des Areals und die Anbindung der umliegenden Stadtquartiere neu hergestellt. Im Auftrag der Deutschen Bahn übernimmt eine Arbeitsgemeinschaft aus PORR, KEMNA BAU und MCE das Vergabepaket 2 „KIB Neubau“.

Visualisierung Siemensbahn
© DB InfraGO AG

Facts & Figures


Unternehmen

PORR GmbH & Co. KGaA

Projektart

Bahn-und Straßentunnel, Brückenbau

Bauzeit

01.2026 - 01.2029

Auftraggeber
Deutsche Bahn AG

Reaktivierung der Siemensbahn in Berlin

Bahninfrastruktur zwischen Jungfernheide und Gartenfeld

Die Gesamtmaßnahme verläuft im Nordwesten Berlins auf einer Länge von rund 4,5 km. Sie führt von Jungfernheide über Siemensstadt bis nach Gartenfeld und umfasst verschiedene Neu- und Umbauten entlang der historischen Trasse.

Neubau von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen

Das Vergabepaket umfasst die Herstellung verschiedener Ingenieurbauwerke entlang der Strecke. Dazu gehören Eisenbahnbrücken, Bahnhöfe, Fußgängertunnel, Lärmschutzwände sowie Stützbauwerke. Darüber hinaus beinhaltet die Maßnahme Erd- und Tiefbauarbeiten, die Erschließung des Baufelds sowie die Herstellung von Logistikflächen für die Gesamtmaßnahme. Die Arbeiten erstrecken sich auf den Bereich zwischen dem Bahnhof Westhafen, den Unteren Spreebrücken und dem Bahnhof Gartenfeld.

Arbeiten entlang einer historischen Bahntrasse

Die Bauarbeiten erfolgen in einem innerstädtischen Umfeld und teilweise in unmittelbarer Nähe bestehender Gleisanlagen. Dadurch müssen verschiedene Bauabläufe mit dem Bahnbetrieb und den vorhandenen Infrastrukturen abgestimmt werden. Zusätzliche Anforderungen ergeben sich durch Arbeiten an Bestandsbauwerken mit denkmalpflegerischem Bezug sowie durch Maßnahmen im Bereich der Spree.

Digitale Planung als Bestandteil der Projektvorbereitung

Bereits während der Angebotsphase wurde ein BIM-Modell entwickelt. Dieses diente der Planung der Bauabläufe sowie der Berücksichtigung logistischer Anforderungen entlang der Trasse. Die verschiedenen Bauleistungen werden innerhalb eines Partnerschaftsmodells Schiene umgesetzt. Planung und Bauausführung erfolgen dabei in enger Abstimmung der beteiligten Projektpartner.

Infrastruktur für die Wiederinbetriebnahme der Strecke

Mit den Arbeiten im Vergabepaket „KIB Neubau“ entstehen zentrale Voraussetzungen für die Reaktivierung der Siemensbahn zwischen Jungfernheide und Gartenfeld. Neben den Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen werden die baulichen und logistischen Grundlagen für die weiteren Ausbauschritte entlang der Strecke geschaffen. Die Maßnahme wird im Partnerschaftsmodell Schiene umgesetzt, bei dem Planung und Ausführung der beteiligten Projektpartner von Beginn an eng aufeinander abgestimmt werden. Sieist damit Teil der schrittweisen Wiederherstellung einer historischen Bahnverbindung im Berliner Nordwesten.

Was im Baugeschäft letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Davon hat die PORR viele.