Münster/Osnabrück
Flughafen FMO
Münster, Deutschland / 2022
Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) verbindet die Region mit nationalen und internationalen Zielen. Im November 2022 wurden Teile der 2,2 km langen Start- und Landebahn im Bereich der Centerbahn erneuert. Mit der Ausführung der Arbeiten wurde die PORR Verkehrswegebau beauftragt. Für die Durchführung der Baumaßnahme wurde der Flughafen für zwei Wochen gesperrt. Während dieser Zeit ruhte der Flugbetrieb und das Baufeld wurde vom übrigen Luftsicherheitsbereich getrennt. Für die Hauptarbeiten stand ein Zeitfenster von einer Woche zur Verfügung.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Verkehrswegebau GmbH
Projektart
Flughafenbau
Bauzeit
2022
Instandhaltungsmaßnahme im laufenden Flughafenbetrieb
Erneuerung von Start- und Landebahnflächen
Im regelmäßig überrollten Mittelbereich wurden 4,5 cm der Asphaltdeckschicht auf einer Länge von rund 2.170 m und einer Breite von 30 m erneuert. Für die äußeren Randbereiche erfolgte eine Asphaltkonservierung, wie sie im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen auf Asphaltflächen eingesetzt wird.
Austausch der Befeuerungsinfrastruktur
Im Zuge der Arbeiten wurden sämtliche Rohre der Runway-Center-Line (RCL), der Touchdown-Zone (TDZ) sowie der Anflugbefeuerung erneuert. Zusätzlich entstand eine neue Kabelschutzrohrtrasse zwischen der Station 07 und der Haupttrasse der Start- und Landebahn. Parallel dazu wurden die Befeuerungsanlagen durch weitere Projektbeteiligte erneuert. Dabei kamen rund 760 Leuchten zum Einsatz, außerdem wurden etwa 120 km Kabel verlegt.
Bauausführung während der Flughafensperrung
Die Vorbereitungsarbeiten begannen bereits Mitte Oktober im Bereich der Rollwege. Die eigentlichen Sanierungsmaßnahmen wurden während der vorgesehenen Sperrzeit im 24-Stunden-Betrieb ausgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen.
Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche
An der Maßnahme waren die Niederlassungen Münster/Dortmund und Osnabrück/Gütersloh, die PORR Gussasphalt GmbH, die CMG Baulogistik, das unternehmenseigene Baustofflabor sowie die Asphaltmischwerke Westfalen GmbH beteiligt.
Arbeiten innerhalb eines engen Zeitfensters
Die Sanierung der Start- und Landebahn verband Asphaltbau, Kabeltiefbau und Arbeiten an der Befeuerungsinfrastruktur innerhalb einer begrenzten Sperrphase des Flughafens. Neben den eigentlichen Bauleistungen prägten insbesondere die Abstimmung der verschiedenen Gewerke sowie die Anforderungen des Luftsicherheitsbereichs den Projektverlauf.