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Ingenieurbau

Nun wächst der Tunnel unter Hannover

Hannover, / Ingenieurbau

Hannover nimmt Kurs auf eines seiner wichtigsten Infrastrukturprojekte: Mit der ersten Betonage für den Tunnel am Südschnellweg hat die PORR einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Was bislang vor allem unter der Oberfläche vorbereitet wurde, wird nun zunehmend sichtbar. In rund 18 Metern Tiefe wurde die erste Bodenplatte für einen Tunnelabschnitt gegossen, gewissermaßen das Fundament für das zukünftige Bauwerk. Rund 440 Kubikmeter Beton wurden dafür eingebracht.

Bewehrungsarbeiten für die Betonage der Tunnelsohle beim Bau des Südschnellwegs in Hannover. Die tief gegründete Baugrube zeigt die vorbereitete Stahlbewehrung für den zukünftigen Straßentunnel, während mehrere Fachkräfte die Arbeiten auf der Tunnelsohle ausführen.
© PORR
In rund 18 Metern Tiefe wurde die erste Bodenplatte für einen Tunnelabschnitt gegossen.

Monate intensiver Vorarbeiten gingen diesem Schritt voraus. Seit Ende 2024 wurde im Bereich des Südschnellwegs zunächst Platz geschaffen, Gebäude und bestehende Strukturen zurückgebaut und große Baugruben hergestellt. Parallel dazu entstanden mehrere sogenannte Baudocks, also klar abgegrenzte Bauabschnitte, in denen jetzt Schritt für Schritt der Tunnel wächst.

„Mit der ersten Sohlbetonage beginnt für uns die Phase, in der der Tunnel Form annimmt“, erklärt Timo Kögel, Bauführer beim PORR Ingenieurbau. „Was bislang vor allem Planung und Vorbereitung war, entwickelt sich jetzt sichtbar zum Bauwerk.“

Tunnel wächst Abschnitt für Abschnitt

Der neue Tunnel wird in vielen einzelnen Abschnitten gebaut, ähnlich wie ein Puzzle, das nach und nach zusammengesetzt wird. Insgesamt entstehen über 100 solcher Bauteile, die später den durchgängigen Tunnel bilden.

Diese Bauweise hat einen großen Vorteil, denn sie ermöglicht es, flexibel auf die Gegebenheiten im Stadtgebiet zu reagieren und die Trasse optimal anzupassen. Gleichzeitig sorgt ein klar strukturierter Bauablauf dafür, dass die Arbeiten effizient und kontrolliert vorangehen.

Großprojekt mitten in der Stadt

Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Insgesamt wurden rund 300.000 Kubikmeter Boden bewegt, eine enorme logistische Herausforderung im innerstädtischen Raum für das Baustellenteam. Gleichzeitig mussten die Baugruben gesichert und stabilisiert werden, bevor überhaupt mit dem eigentlichen Tunnelbau begonnen werden konnte. All das ist inzwischen geschafft und die Voraussetzungen für den Rohbau stehen.

Schritt für Schritt zur Entlastung Hannovers

Mit dem Start der Betonarbeiten wird sich die Baustelle nun sichtbar verändern. In den kommenden Monaten wachsen weitere Tunnelabschnitte, parallel werden neue Baubereiche vorbereitet.

Bis Ende 2029 soll der Rohbau weitgehend abgeschlossen sein. Dann ist ein zentraler Baustein für die zukünftige Verkehrsinfrastruktur Hannovers erreicht. Denn das Ziel ist, den Südschnellweg leistungsfähiger zu machen und die Menschen in der Stadt spürbar zu entlasten.

Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte:

Sarah Render

Unternehmenskommunikation / Deutschland
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