Spezialtiefbau verbindet Alt und Neu am Amtsgericht Zwickau
Zwickau, / Spezialtiefbau
Die neue Hauptverwaltung des Amtsgerichts Zwickau wird eine gelungene Symbiose aus alter Bausubstanz und moderner Architektur. Um sowohl den Baugrund zu stabilisieren als auch die Substanz des baugeschichtlich wertvollen BestandsgebÀudes zu erhalten, wurde die Berliner Niederlassung des PORR Spezialtiefbau mit Sanierungs- und Stabilisierungsarbeiten beauftragt.
Moderne ArbeitsplÀtze hinter harmonisch abgestimmten Fassaden
Das 1853 im Stil der Neorenaissance erbaute Amtsgericht Zwickau blickt auf eine bewegte Geschichte zurĂŒck und durchlief verschiedene Nutzungen. UrsprĂŒnglich als GerichtsgebĂ€ude genutzt, wandelte es sich zum stĂ€dtischen Verwaltungssitz, beherbergte vorĂŒbergehend das Standesamt und das Finanzamt. Bis voraussichtlich Ende 2027 wird es durch einen Anbau, der sich stilistisch an der historischen Bausubstanz orientiert, erweitert. ZusĂ€tzlich wird der Innenhof in ein Atrium mit zwei groĂzĂŒgigen SitzungssĂ€len umgestaltet. Die historische Bestandsimmobilie erhĂ€lt zudem eine komplette Modernisierung, unter anderem mit AufzĂŒgen, neuen TreppenhĂ€usern sowie moderner Haustechnik.
Bodenverbesserung und Unterfangungen mit DSV-Verfahren
Um die strukturelle IntegritĂ€t der historischen Bausubstanz zu gewĂ€hrleisten und die Beschaffenheit des Baugrundes zu verbessern, beauftragte das Bauunternehmen SP Bau GmbH, Lengenfeld die Berliner Niederlassung des PORR Spezialtiefbau Ost mit den anspruchsvollen Sanierungs- und Stabilisierungsarbeiten. So fĂŒhrte das Team der PORR auf einer FlĂ€che von rund 900 Quadratmetern eine Bodenverbesserung mit dem DĂŒsenstrahlverfahren durch, damit die Bodenplatte fĂŒr den Anbau sicher gegrĂŒndet werden konnte. Die Fundamente des BestandsgebĂ€udes wurden mit insgesamt rund 680 Kubikmeter Hochdruckinjektion unterfangen, um Absenkungen und Setzungen infolge des Neubaus vorzubeugen. Da der Neubau im Grundwasserbereich liegt, waren bauseits zusĂ€tzliche MaĂnahmen wie SpundwĂ€nde und Grundwasserabsenkungen notwendig.
Projektleiter Holger Pissler fasst zusammen: "Die beeindruckende Kulisse dieses Projekts hat uns die Möglichkeit gegeben, unsere langjĂ€hrige Expertise und unser umfassendes Know-how unter Beweis zu stellen. Dank des gerĂ€uscharmen und erschĂŒtterungsfreien DĂŒsenstrahlverfahrens konnten wir sicherstellen, dass das wertvolle BestandsgebĂ€ude wĂ€hrend der Arbeiten unversehrt blieb und die Anforderungen des Kunden vollstĂ€ndig erfĂŒllt wurden."