Düsenstrahlverfahren
Das Düsenstrahlverfahren ist eine Technik zur Bodenstabilisierung und Abdichtung im Spezialtiefbau. Dabei wird der anstehende Boden durch einen hochenergetischen Flüssigkeitsstrahl (meist Zementsuspension) unter hohem Druck aufgelöst und direkt vor Ort mit dem Bindemittel vermischt. Nach dem Aushärten entstehen feste Boden-Zement-Körper.
Lexikon: Düsenstrahlverfahren
Nach DIN EN 12716Abdichten und Stabilisieren mit Hochdruck
Die Abdichtung und Stabilisierung von Boden gehören zu den Anwendungsbereichen des Düsenstrahlverfahrens (DSV), auch Hochdruckinjektion (HDI) genannt. Das Verfahren wird im Spezialtiefbau für unterschiedliche Projektanforderungen eingesetzt.
Mit Düsenstrahlkörpern können Baugrubenwände und Baugrubensohlen abgedichtet sowie Fundamente bestehender Bauwerke unterfangen werden. Die erzielbaren Durchmesser der Düsenstrahlkörper richten sich nach den geologischen und baustellenspezifischen Randbedingungen und werden projektbezogen festgelegt.
Die Ausführung erfolgt durch Fachpersonal der PORR mit eigenen Geräten und unter Berücksichtigung der jeweiligen technischen und projektbezogenen Anforderungen.
Technische Broschüre
Anwendungen
DSV-Säulen werden in allen Bereichen des Spezialtiefbaus im Lockergestein für die Verfestigung und Abdichtung des Baugrunds eingesetzt.
Anwendungen sind:
- Dichtsohlen in Baugruben
- Unterfangungen von Gebäuden oder Bauwerken
- Altlastensanierung (Schadstoffe im Boden binden oder umschließen)
- DSV-Schirme (als Vortriebssicherung im Tunnelbau)
- Dichtungsschleier
- Bodenstabilisierungen
- Dichtblöcke
- Gründungen
- Nachgründungen

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Vorteile / Merkmale
- Bodenstabilisierung und Abdichtung: Geeignet für die Verfestigung und Abdichtung des Baugrunds.
- Anpassungsfähigkeit: Flexible Anpassung der Ausführung bei veränderten Baugrundverhältnissen oder Planungsanforderungen möglich.
- Ausführungsvarianten: Herstellung unterschiedlicher Säulengrößen, -längen und Festigkeiten möglich.
- Anwendungsbereich: Herstellung von stehenden und liegenden Scheiben, Wänden sowie dreidimensionalen Körpern, beispielsweise Tunnelprofilen.
- Platzbedarf: Einsatz auch bei begrenzten Platzverhältnissen und eingeschränkter Arbeitshöhe möglich.
- Herstellung: Geräuscharme Ausführung mit geringen Erschütterungen möglich.
- Verfahren: Langjährig eingesetztes Verfahren mit projektspezifischen Verfahrensanweisungen.
- Qualitätssicherung: Ausführung unter Anwendung definierter Qualitäts- und Überwachungsmaßnahmen.
Grundlagen
Qualitätssicherung
Für die heute geforderten hohen Standards bei der Ausführung und Überwachung von Düsenstrahlarbeiten arbeiten wir mit hochentwickelten Düsmonitoren, Hochdruckpumpen und Mischanlagen. Die aufgezeichneten Herstellparameter fließen in die computerunterstützte Auswertung ein. Damit können wir eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleisten.
Eine hohe Ausführungsqualität stellen wir sicher durch:
- Individuell abgestimmte Verfahrensanweisungen
- Einhaltung der Anforderungen aus der Ausführungsnorm DIN EN 12716
- Klare Prozesse über unser Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN 9001:2015
- Probesäulen
- Bohrlochvermessungen
- Aufzeichnung der Düsparameter
- Bestimmung des Durchmessers mit Tast- oder Schallmessung, Schwingpegelmessverfahren, Tempjet
- Prüfung der Durchlässigkeit z.B. durch thermische Messwerterfassung
