Zukunftsfähiges Entwässerungssystem für die BAB A100
Berlin , / Verkehrswegebau
Beim Ausbau des 3,2 Kilometer langen Teilabschnitts der Bundesautobahn A100 zwischen dem Autobahndreieck Neukölln und der Anschlussstelle Am Treptower Park verantwortete PORR Verkehrswegebau Berlin nicht nur den vollständigen straßenbautechnischen Ausbau, sondern auch die Herstellung eines technisch anspruchsvollen Entwässerungssystems. Präzise ausgebildete Gefälle, exakt positionierte Abläufe und dauerhaft dichte Leitungen sichern die langfristige Funktionsfähigkeit der Verkehrsanlage und stehen beispielhaft für die hohe Ausführungsqualität aller Projektbeteiligten.
Offenporiger Asphalt für Lärmschutz und Oberflächenentwässerung
Das Entwässerungssystem schützt Tragschichten, Bauwerke und Abdichtungen zuverlässig vor eindringendem Wasser, leitet auch große Niederschlagsmengen kontrolliert ab und gewährleistet so die Betriebssicherheit über Jahrzehnte. Als Deckschicht kam offenporiger Asphalt (OPA) zum Einsatz, der nicht nur die Abrollgeräusche des Verkehrs deutlich reduziert, sondern das Oberflächenwasser schnell ableitet.
Von dort gelangt das Wasser in speziell entwickelte, seitlich geöffnete Kastenrinnen entlang der Fahrbahnränder. Diese sind in Abständen von rund 40 Metern an Entwässerungsleitungen angeschlossen, die in den Notgehwegen sowie im Mittelstreifen verlaufen. Insgesamt verbaute das Team rund 4,3 Kilometer Gussrohre in DN 300, DN 400 und DN 700. Ergänzend wurden etwa 14.000 Meter Sickerleitungen in der Frostschutzschicht eingebaut, um Wasseransammlungen im Unterbau zuverlässig zu verhindern.
Präzise Ausführung und abgestimmte Abläufe als Erfolgsfaktor
Eine besondere Herausforderung stellte die präzise Verlegung und Betonierung der Gussrohrleitungen dar. Die Leitungen wurden abschnittsweise fixiert und einbetoniert. Aufgrund der Trogkonstruktion waren zudem Bewegungsfugen in Abständen von jeweils zehn Metern erforderlich.
Auch beim Einbau der OPA-Schicht war höchste Sorgfalt gefragt: Die Verdichtung des offenporigen Mischguts musste die statischen Anforderungen erfüllen, ohne die für Entwässerungsleistung und Lärmminderung entscheidende Porenstruktur zu beeinträchtigen.
Bauleiter Andrew Hawkes zeigt sich hochzufrieden mit der Teamleistung: „Um die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems sicherzustellen, haben wir sämtliche Arbeitsschritte eng mit den bereits fertiggestellten Bauwerken abgestimmt. Durch präzise Planung und konsequente Ausführung ist ein dauerhaft widerstandsfähiges Entwässerungssystem entstanden, bei dem alle Komponenten, von der Gussasphaltabdichtung über Kastenrinnen und Rohrleitungen bis hin zur porositätsgerecht hergestellten OPA-Schicht, optimal ineinandergreifen.“