Energie- und Ressourcenaspekte

Themen

Green and Lean

Energie- und Ressourcenaspekte
in der Planung.

Bild zeigt eine Pfahlgründung bei Stemwede.
© PORR

Die PORR verfolgt mit ihrer Strategie „Green and Lean“ Ziele und Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG). Dabei werden wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte in Planungs- und Entscheidungsprozessen berücksichtigt. 

Im Spezialtiefbau können bei der Auswahl von Verfahren unterschiedliche Kriterien berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem Materialeinsatz, Energiebedarf, Treibhausgasemissionen sowie projektspezifische technische und wirtschaftliche Anforderungen.

Berücksichtigung von Emissions- und Ressourcenaspekten in der Planung

Bereits in frühen Planungsphasen werden unterschiedliche Ausführungsvarianten betrachtet und bewertet. Dabei können Informationen zu Materialeinsatz, Energiebedarf und Treibhausgasemissionen in die Auswahl geeigneter Verfahren einfließen.

Die PORR unterstützt Auftraggeber bei der Bewertung technischer Alternativen und stellt projektbezogene Informationen zu Verfahren, Materialeinsatz, Emissionen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereit. Die Auswahl der Verfahren erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Projekt- und Standortanforderungen.

Broschüre
Nachhaltigkeit im Spezialtiefbau.

Was Sie in diesen Broschüre erwartet:

  • Planungsansätze unter Berücksichtigung von Treibhausgasemissionen
  • Verfahren und Materialien im Spezialtiefbau
  • Lean Management und Projektkoordination
  • Material- und Ressourceneinsatz in der Bauausführung
  • Monitoring, Dokumentation und Transparenz im Projektverlauf
  • Zertifizierungen und projektrelevante Nachweise

Verfahren mit Umwelt- und Ressourcenaspekten:

Das Rüttelstopfverfahren kommt ohne den Einsatz von Zement aus. Je nach Projektanforderung können dabei mineralische Materialien wie Kies oder Schotter eingesetzt werden.

Beim Bodenmischverfahren wird der anstehende Boden mit einer Bindemittelsuspension gemischt. Dabei werden die mechanischen und physikalischen Eigenschaften des Bodens deutlich verbessert. Durch die Überschneidung der Säulen entsteht eine durchgängige Bodenmischwand, die für Dichtwände oder Baugrubensicherungen genutzt werden kann.

Neben der horizontalen Abdichtungsfunktion kann die Bodenmischwand auch statische Funktionen übernehmen.

Damit keine Schadstoffe kontaminierter Böden ins Grundwasser gelangen, können wir diese im Düsenstrahlverfahren mit überschnittenen DSV-Säulen sichern. Durch DSV-Dichtblöcke werden Schadstoffe gebunden, um einen Eintrag in das Grundwasser zu verhindern. Der stabilisierte Boden kann später gefördert, Bodenaufbereitungsanlagen zugeführt oder fachgerecht entsorgt werden.

Die Weichgel-Injektionssohle ist ein Verfahren zur Abdichtung von Baugrubensohlen gegen aufsteigendes Grundwasser. Das eingesetzte Bioweichgel verfügt über eine allgemeine Bauartgenehmigung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Für das Verfahren liegen projektbezogene Daten zum Materialeinsatz und zu Treibhausgasemissionen vor.

Durch die Verwendung des vorhandenen Bodens kann projektabhängig der Bedarf an zusätzlichem Material reduziert werden. Anfallender Boden verbleibt im Baugrund und wird nicht vollständig ausgebaut.

Mit einem mäklergeführten Mischpaddel wird der anstehende Boden mit Zementsuspension vermischt. Dadurch entsteht ein Erdbetonkörper, der je nach Anforderung unterschiedliche Funktionen innerhalb der Baugruben- oder Gründungskonstruktion übernehmen kann. Für die Herstellung von Verbauwänden mit geringen Verformungen können Tragelemente in den frischen Erdbetonkörper eingebunden werden.

Wenn Sie ohnehin eine Pfahlgründung benötigen, sind die Mehrkosten für eine oberflächennahe Geothermie gering. Wir beraten Sie gerne bei der Planung von Energiepfählen. Damit können Sie im Winter heizen und im Sommer kühlen.

Die Nutzung oberflächennaher Geothermie kann im Rahmen von Bau- und Immobilienprojekten in die Energieversorgung von Gebäuden eingebunden werden. Der Untergrund dient dabei als Quelle und Speicher für thermische Energie. 

In Kombination mit Wärmepumpentechnologien können geothermische Systeme für die Bereitstellung von Wärme und Kälte genutzt werden. Die Ausgestaltung hängt von den geologischen, hydrologischen und planerischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Standorts ab.

Mit Bohrtiefen von bis zu 400 Metern erschließt die PORR geothermische Potenziale für unterschiedliche Projektanforderungen.

Mit Verdrängungspfahlsystemen wie dem Frankipfahl NG® oder dem Atlaspfahl stehen unterschiedliche Gründungsverfahren für verschiedene Baugrundsituationen zur Verfügung.

Je nach Projektanforderung und gewähltem Verfahren unterscheiden sich Materialeinsatz, Bauablauf und die anfallenden Bodenmengen. Durch die Verdrängung des Bodens fällt bei diesen Verfahren kein klassisches Bohrgut an. Dies kann bei der Planung von Transport-, Logistik- und Entsorgungskonzepten berücksichtigt werden.

Die Auswahl geeigneter Pfahlsysteme erfolgt unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher sowie projektspezifischer Anforderungen und Rahmenbedingungen.

Mit überschnittenen, verrohrten Großlochbohrungen ersetzen wir kontaminierten Boden durch unbelasteten Boden. Die Bohrköpfe bei den Austauschbohrungen haben einen Durchmesser bis zu 2 m. Das Aushubmaterial wird anschließend Bodenaufbereitungsanlagen zugeführt.

Nachhaltigkeitszertifizierung

DGNB-Zertifizierung für
Baustellen im Spezialtiefbau

Wir unterstützen Auftraggeber bei Bauvorhaben, für die eine DGNB-Zertifizierung angestrebt wird. Der PORR Spezialtiefbau verfügt über das DGNB-Basiszertifikat „Nachhaltige Baustelle Spezialtiefbau“. Unsere standardisierten Bauprozesse decken bereits wesentliche Anforderungen des DGNB-Anforderungskatalogs ab und können als Grundlage für die Zertifizierung zukünftiger Baustellen dienen.

Auf Wunsch unterstützen wir die Umsetzung von Baustellen entsprechend den Anforderungen der DGNB-Zertifizierung. Das Zertifikat dokumentiert die Erfüllung definierter Kriterien und kann bei späteren Gebäudezertifizierungen berücksichtigt werden. Die externe Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Dritte und schafft einen nachvollziehbaren Nachweis der zugrunde liegenden Anforderungen.

Zertifizierte Projekte (Auswahl)

Verfahren: Düsenstrahlverfahren + Mikropfahl

Verfahren: Atlassäule

Grafik Nachhaltigkeit im Spezialtiefbau

Beispiel aus der Praxis
zur Gründung eines Silos in Wilhelmshaven.

Das folgende Projektbeispiel zeigt die Bedeutung früher Verfahrensentscheidungen bei Gründungs- und Baugrubenprojekten.

Für die Gründung eines Silos in Wilhelmshaven mit einer Gesamtlast von rund 680 MN wurde die Ausführung mit Frankipfählen NG® geplant und umgesetzt. Im Rahmen der Projektentwicklung wurden unterschiedliche Gründungsvarianten hinsichtlich ihrer technischen, wirtschaftlichen und projektspezifischen Anforderungen betrachtet.

Bereits in der Planungsphase können verschiedene Verfahren und Ausführungsvarianten bewertet werden. Dabei können unter anderem Materialeinsatz, Treibhausgasemissionen, Bauablauf sowie technische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

Zu den im Spezialtiefbau eingesetzten Verfahren zählen beispielsweise Weichgel-Injektionssohlen mit Bio-Weichgel zur Abdichtung von Baugruben oder unterschiedliche Gründungsverfahren für spezifische Baugrundsituationen. Die Auswahl erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Projektanforderungen.